Wichtige Hightech-Metalle China erklärt Erden-Export zu Staatsgeheimnis

Der weltweite Protest gegen das Ausfuhrlimit für Seltene Erden geht Chinas Führung offensichtlich auf die Nerven. Jetzt will sie sich mit einem einfachen Trick behelfen: Die Exportquoten für die Metalle, ohne die der Westen viele Hightech-Geräte nicht herstellen kann, werden gar nicht mehr veröffentlicht.
Produktion von Lanthanum: Handelskrieg um Seltene Erden nicht ausgeschlossen

Produktion von Lanthanum: Handelskrieg um Seltene Erden nicht ausgeschlossen

Foto: DAVID GRAY/ REUTERS

Peking/Chivago - China wird im kommenden Jahr möglicherweise keine weiteren Exportquoten für Seltene Erden bekanntgeben. Das staatliche "China Securities Journal" berief sich bei seinem Bericht am Freitag auf nicht genannte Regierungskreise. Üblicherweise veröffentlicht das Handelsministerium die Ausfuhrquoten der begehrten Hightech-Rohstoffe zweimal im Jahr.

Peking will die Ausfuhr in der ersten Jahreshälfte 2011 um 35 Prozent drosseln. Die Staatsführung beschwört damit einen Handelsstreit mit den USA herauf. Der deutliche Rückgang nährt Befürchtungen, dass die für die Herstellung von Computern, Halbleitern, Elektromotoren und Windturbinen benötigten Metalle knapp werden und die Preise deutlich steigen könnten. Zudem wird wahrscheinlicher, dass die USA ihre Drohung wahr machen und in der Angelegenheit die Welthandelsorganisation (WTO) anrufen.

In der Volksrepublik werden 97 Prozent der weltweiten Menge der 17 Metalle gefördert, die unter dem Begriff Seltene Erden zusammengefasst werden. Unterdessen bemüht sich der US-Konzern Molycorp um den weiteren Ausbau seiner Produktion und damit um die Verringerung der Abhängigkeit von China. "In den 25 Jahren, die ich in diesem Geschäft bin, hat es noch nie so viele Möglichkeiten gegeben wie derzeit", sagte Molycorp-Chef Mark Smith.

mik/Reuters
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