Offshore-Windenergie Niedersachsen dringt auf weiteren Kabelkorridor

Die neue Bundesregierung will deutlich mehr Meereswindparks bauen. Niedersachsens Staatssekretär für Raumordnung fordert nun einen zusätzlichen Kabelkorridor, damit der Ökostrom schneller ins Netz kommt.
Offshore-Windpark (Archivbild)

Offshore-Windpark (Archivbild)

Foto: Daniel Reinhardt / dpa

Um den Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee zu beschleunigen, schlägt Niedersachsens Staatssekretär für Raumordnung, Ludwig Theuvsen (CDU), einen neuen Korridor für Kabel zu Hochsee-Windparks vor. Angeregt wurde das Projekt in einer Onlinekonferenz mit Bundesklimaschutzminister Robert Habeck (Grüne).

Theuvsen wies nach dem Treffen darauf hin, dass 2029 und 2030 erstmalig je zwei Offshore-Kabeltrassen zeitgleich in Betrieb gehen sollen. Diese werden über die bekannten Korridore unter den ostfriesischen Inseln Baltrum und Norderney durch das Küstenmeer verlegt. »Eine noch frühere Inanspruchnahme ist zeitlich kaum umsetzbar«, sagte er. »Deshalb kann eine weitere Lösung sein, parallel einen weiteren Korridor zu nutzen.« So könnten gegen Ende des Jahrzehnts weitere Parks in Betrieb genommen werden.

Habeck erläuterte bei dem Treffen, dass gesetzliche Änderungen notwendig seien, um die neuen Ausbauziele auf See zu erreichen. Die neue Regierung aus SPD, Grünen und FDP hatte im Koalitionsvertrag die Ausbauziele für die Offshore-Windkraft im Vergleich zur Vorgängerregierung deutlich erhöht: Statt 20 Gigawatt (GW) bis 2030 und 40 GW bis 2040 sollen nun schon 30 GW bis 2030, 40 GW bis 2035 und 70 GW bis 2045 erreicht werden.

ssu/dpa-AFX
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