Schwache Exporte Euro-Krise lässt Schweizer Wirtschaft schrumpfen

Die Euro-Krise hat auch die Schweiz erfasst. Wegen schlechter Exportzahlen ging die Wirtschaftsleistung des Landes im zweiten Quartal sogar leicht zurück. Auch der starke Franken macht den Unternehmen zu schaffen.

Schweizer Flagge: Der starke Franken bremst die Exportwirtschaft
DPA

Schweizer Flagge: Der starke Franken bremst die Exportwirtschaft


Zürich - Die Schweiz leidet zunehmend unter der schwachen Konjunktur in der Euro-Zone. Eine Exportflaute ließ das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erstmals im laufenden Jahr wieder schrumpfen. Für das zwei Quartal meldete das Staatssekretariat für Wirtschaft am Dienstag einen Rückgang der Wirtschaftskraft um 0,1 Prozent. Volkswirte hatten mit einem Wachstum von 0,2 Prozent gerechnet.

Zuletzt war die Schweizer Wirtschaft im dritten Quartal 2011 geschrumpft, als das BIP um 0,2 Prozent sank. Auch der Jahresstart 2012 fiel schwächer aus als bisher angenommen. Das Staatssekretariat korrigierte die Zahl für die Monate Januar bis März von zuvor plus 0,7 Prozent auf plus 0,5 Prozent.

Die Ursachen für die Konjunkturflaute in der Schweiz sehen Experten unter anderem bei schwachen Exporten und bei einem Rückgang der Unternehmensinvestitionen. Die Schweizer Exportwirtschaft leidet unter der Krise in der Euro-Zone. Die Warenausfuhren sanken im zweiten Quartal um 0,7 Prozent. In der Mehrzahl der Branchen sei ein Rückgang verzeichnet worden.

Außerdem habe der starke Franken die konjunkturelle Entwicklung gebremst, sagen Volkswirte. Seit Ende vergangenen Jahre bekämpft die Schweizer Notenbank den Höhenflug der heimischen Währung mit Interventionen am Devisenmarkt. Sie lässt den Kurs des Euro nicht unter 1,20 Franken fallen - ein Kurs, der für Schweizer Exporteure immer noch ungünstig ist.

stk/dpa-AFX

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insgesamt 57 Beiträge
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Seite 1
bernb 04.09.2012
1.
Zitat von sysopDPADie Euro-Krise hat auch die Schweiz erfasst. Wegen schlechter Exportzahlen ging die Wirtschaftsleistung des Landes im zweiten Quartal sogar leicht zurück. Auch der starke Franken macht den Unternehmen zu schaffen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,853768,00.html
Arme arme Schweiz. Mir kommen die Tränen.
ChrisQa 04.09.2012
2. Beispiel
Wenn sie jetzt wollten, dann könnten unsere Euro-Hasser aus diesem Artikel entnehmen, was Deutschland blühen würde, wenn der Euro zerbräche. Werden sie nur leider nicht tun. Ist das traurig.
misako 04.09.2012
3. Ich befuerchte,
Zitat von ChrisQaWenn sie jetzt wollten, dann könnten unsere Euro-Hasser aus diesem Artikel entnehmen, was Deutschland blühen würde, wenn der Euro zerbräche. Werden sie nur leider nicht tun. Ist das traurig.
dass die wenigsten in diesen Foren die Muehe aufbringen koennen (wollen?), ausreichend weit in die Zukunft zu denken....
murmeltier1166 04.09.2012
4. Das Geschäftsmodell
unter die Räder. Die Industrie leidet unter Exportproblemen und starkem Franken, die Finanzindustrie steht unter zunehmenden Druck durch die USA, Deutschland und vielleicht bald auch andere und der Tourismus leidet unter hohen Preisen, schlechtem Service und Fremdenfeindlichkeit.
andydevine 04.09.2012
5. Ganz einfach: Rückt das illegale Geld raus!
Zitat von ChrisQaWenn sie jetzt wollten, dann könnten unsere Euro-Hasser aus diesem Artikel entnehmen, was Deutschland blühen würde, wenn der Euro zerbräche. Werden sie nur leider nicht tun. Ist das traurig.
Tja, da hilft nur die bedingungslose Offenlegung alle in der Schweiz hinterlegten Schwarzgeld-, Mafia-, Despoten-... Konten und Rückgabe dieser Gelder an die jeweiligen Staaten, dann steigt auch wieder der Export von Appenzeller und Co.
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