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Wirtschaftspolitik in der Corona-Pandemie Der neue starke Staat

Kliniken, Energieversorgung, Müllabfuhr: Das Versprechen, dass in privater Regie alles besser funktioniert, wurde oft enttäuscht. Mit der Pandemie kehrt der Staat zurück. Kann das gut gehen?
aus DER SPIEGEL 30/2020
Foto: Rupert Oberhäuser

In der Coronakrise lenkt die Regierung die Wirtschaft. Der Staat verteilt Zuschüsse, bürgt für Kredite, er beteiligt sich an Firmen. Die Strategie ist teuer und heikel. Wann wird aus dem Retter ein Vormund? Und wo gefährdet öffentlicher Einfluss den Wettbewerb? Dies ist der Auftakt einer SPIEGEL-Serie über das riskante Abenteuer für Staat und Markt.

Tom Tailor macht Mode für jeden. Nicht billig, nicht teuer. Nicht grau, nicht grell. Beliebig eben. Und weil niemand durchschnittlich aussehen möchte, verkauft sich das Sortiment seit Jahren eher mäßig.

Die Pandemie hat dem Hamburger Unternehmen den Rest gegeben, es stand vor dem Aus, es musste Insolvenz anmelden. Dann kam plötzlich die Rettung: Der Bund, Nordrhein-Westfalen und die Hansestadt gewähren eine 100-Millionen-Euro-Bürgschaft. Für Tom Tailor? Einen maladen Filialisten, der mehrheitlich dem chinesischen Mischkonzern Fosun gehört? Sind Basic-T-Shirts jetzt systemrelevant?

Eigentlich wollte die Politik Finanzhilfen auf Betriebe beschränken, die unverschuldet in Not geraten sind, die Perspektiven haben, die essenziell für den Standort sind. "Diese Chance werden wir nutzen", verspricht Tom-Tailor-Chef Gernot Lenz demütig. Wäre auch zu wünschen, sonst müsste der Steuerzahler einspringen, mit rund 60.000 Euro für jede einzelne der 1660 Stellen in Deutschland.

Die Barmherzigkeit des Staates kennt in diesen Wochen keine Grenzen – oder ist es grenzenlos treuherzig, wie sich der Staat für Unternehmen und Branchen engagiert?

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