Wirtschaftsregierung und Bankenabgabe Briten blockieren Europas Krisenbekämpfer

Europa ringt um eine gemeinsame Position im Kampf gegen Bankenpleite und Schuldenkrise. Doch der EU-Gipfel in Brüssel zeigt: Von einer einheitlichen Strategie ist das Staatenbündnis noch weit entfernt. SPIEGEL ONLINE sagt, wo die Streitpunkte liegen.

Bundeskanzlerin Merkel, EU-Kollegen: Bankenabgabe nicht das einzige strittige Thema
AP

Bundeskanzlerin Merkel, EU-Kollegen: Bankenabgabe nicht das einzige strittige Thema


Brüssel - Das Vorhaben ist ambitioniert: Am Donnerstag will die Europäische Union die wirtschaftspolitischen Weichen für das kommende Jahrzehnt stellen. Gleichzeitige will das Staatenbündnis eine einheitliche Position für das G-20-Treffen in Toronto festklopfen. Und das alles an nur einem Tag.

Doch schon kurz nach dem Auftakt war klar, dass einmal mehr ein zähes Ringen um Positionen ansteht. Folgende Streitfronten eröffnen sich:

  • Soll es eine gemeinsame europäische Wirtschaftsregierung geben? Hier zeigen sich die Briten zurückhaltend. Aber auch zwischen Deutschland und Frankreich gibt es noch weiter Differenzen.

  • Einführung einer Bankenabgabe und einer Finanztransaktionssteuer: Auch bei diesem Thema treten die Briten auf die Bremse.

  • Stresstest für Banken: Der Vorstoß der Spanier wird in Deutschland skeptisch gesehen.

SPIEGEL ONLINE zeigt, worum es in den Debatten geht und wer welche Standpunkte vertritt.

insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Baracke Osama, 17.06.2010
1. --
Zitat von sysopEuropa ringt um eine gemeinsame Position im Kampf gegen Bankenpleite und Schuldenkrise. Doch der EU-Gipfel in Brüssel zeigt: Von einer einheitlichen Strategie ist das Staatenbündnis noch weit entfernt. SPIEGEL ONLINE sagt, wo die Streitpunkte liegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,701266,00.html
Ich versteh nicht ganz was die Briten überhaupt in der EU wollen? Den Euro wollen sie nicht. Eine gemeinsame EU-Politik wollen sie auch nicht so ganz. Also die Frage: Sind die Briten für die EU überflüssig?
markolito1 17.06.2010
2. Ist doch logisch
Zitat von sysopEuropa ringt um eine gemeinsame Position im Kampf gegen Bankenpleite und Schuldenkrise. Doch der EU-Gipfel in Brüssel zeigt: Von einer einheitlichen Strategie ist das Staatenbündnis noch weit entfernt. SPIEGEL ONLINE sagt, wo die Streitpunkte liegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,701266,00.html
England hat doch kaum noch eine funktionierende Industrie. Sie haben doch schon fast alles auf Zockerei umgestellt. Das sie sich nicht noch eine der letzten verbliebenen Einnahmequellen abschalten lassen wollen, ist doch logisch. Also immer weiter so.
orion4713 17.06.2010
3. 2 verschiedene Welten?
Zitat von sysopEuropa ringt um eine gemeinsame Position im Kampf gegen Bankenpleite und Schuldenkrise. Doch der EU-Gipfel in Brüssel zeigt: Von einer einheitlichen Strategie ist das Staatenbündnis noch weit entfernt. SPIEGEL ONLINE sagt, wo die Streitpunkte liegen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,701266,00.html
wie bekommt man den Artikel unter einen Hut mit der Meldung: "Bonussteuer Wall-Street-Banken droht Steuerschock [14:55, 17.06.10] Banker sollen für ihre Boni bluten: Mit dieser populären Forderung im Sinn verhängte Großbritannien eine Supersteuer auf die Prämien. Den großen US-Instituten dürfte die Abgabe Belastungen von insgesamt rund 2 Milliarden Dollar einbrocken." http://www.boerse-online.de/aktie/nachrichten/ausland/:Bonussteuer--Wall-Street-Banken-droht-Steuerschock/612883.html
P.H., 17.06.2010
4. Können wir die Briten nicht einfach rausschmeißen ?
Sollen Sie doch zusehen, wie sie auf Ihrer Insel alleine (ohne EU) zurecht kommen....
E.Cartman 17.06.2010
5. ...
Zitat von Baracke OsamaIch versteh nicht ganz was die Briten überhaupt in der EU wollen? Den Euro wollen sie nicht. Eine gemeinsame EU-Politik wollen sie auch nicht so ganz. Also die Frage: Sind die Briten für die EU überflüssig?
Die Briten profitieren eben sehr stark vom Binnenmarkt und wollen dessen Regulierung daher natürlich mitbestimmen. Außerdem können sie innerhalb der EU mit beiden Füßen auf dem Bremspedal stehen und Integration in die Breite statt in die Tiefe fordern. Finde ich auch nicht unbedingt schlecht. Die Alternative wäre eben wie Norwegen außerhalb der EU zu sein, sich die Subventionen zu sparen aber für den Zugang zum Binnenmarkt alles was aus Brüssel kommt zu übernehmen. Ansonsten profitiert die EU natürlich davon, Großbritannien im Binnenmarkt zu haben, und immerhin besetzen die Briten ihre politischen Posten in Brüssel nicht mit weggelobtem C-Klasse Personal.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.