Ausgleich von Klimapaket-Kosten Regierung will Wohngeld erhöhen

Das Klimapaket der Bundesregierung führt zu steigenden Heizkosten. Um Menschen mit geringen Einkommen zu entlasten, will die Regierung nun das Wohngeld ab 2021 erhöhen.

Das Wohngeld wird ab 2021 erneut erhöht
DPA

Das Wohngeld wird ab 2021 erneut erhöht


Das Bundeskabinett will das Wohngeld ab Januar 2021 um zehn Prozent erhöhen. Dadurch soll verhindert werden, dass Menschen mit geringen Einkommen übermäßig unter den Kosten für mehr Klimaschutz leiden müssen.

Im Bundeskabinett wurde dafür ein Gesetzentwurf zur Entlastung bei den Heizkosten im Wohngeld beschlossen. Die Bundesregierung schätzt, dass ein Haushalt, der Wohngeld bezieht, dadurch im Durchschnitt rund 15 Euro mehr pro Monat erhält.

Der Entwurf muss noch von Bundestag und Bundesrat gebilligt werden. Die Bundesregierung hatte am 9. Oktober eine Bepreisung für den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid für Verkehr und Wärme ab 2021 beschlossen.

Zahl der Empfänger soll steigen

Die Grünen hatten für ein generelles Energiegeld für alle Haushalte plädiert, nicht nur für die Bezieher von Wohngeld. Der wohnungspolitische Sprecher ihrer Bundestagsfraktion, Chris Kühn, sagte: "Das Wohngeld eignet sich nicht für panische Versuche der Koalition, nachträglich noch irgendwie mehr soziale Gerechtigkeit beim CO2-Preis zu simulieren."

Erst in der vergangenen Woche hatte der Bundesrat eine Wohngelderhöhung beschlossen, die ab dem kommenden Januar gelten wird. Außerdem wird das Wohngeld alle zwei Jahre an die Entwicklung von Mieten und Einkommen angepasst.

Die Zahl derjenigen, die diese Hilfe erhalten, wird einer Prognose der Bundesregierung zufolge steigen. Die Regierung geht davon aus, dass im Jahr 2021 rund 665.000 Haushalte Wohngeld erhalten werden.

brt/dpa

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