Wohnungsmangel Verbände fordern Fünf-Milliarden-Fonds für den Wohnungsbau

In Deutschland gibt es viel zu wenige Sozialwohnungen. Laut einem Bündnis müsse der Staat deshalb mindestens fünf Milliarden Euro investieren – und das pro Jahr.
Wohnhaus in Berlin: es mangelt an neuen Projekten

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Foto: imago images/Joko

Für den von der Bundesregierung versprochenen Neubau von 100.000 Sozialwohnungen pro Jahr müssen Bund und Länder nach Berechnung eines Bündnisses aus Mieterbund, Gewerkschaften und Bauverbänden jährlich mindestens fünf Milliarden Euro in die Hände nehmen. Auf diese Summe müsse sich die jährliche Förderung bei einer Wohnfläche von 60 Quadratmetern belaufen, wenn nach derzeit geltenden Energiestandards gebaut werde, erklärte das Bündnis.

Bisher investiere der Staat etwa 2,2 Milliarden in den sozialen Wohnungsbau, und damit weniger als halb so viel. Erforderlich sei ein »Sonderfonds Wohnen«. Das Bündnis forderte zudem zusätzliche Mittel von mindestens einer Milliarde Euro, um jährlich 60.000 Wohnungen mit einer Kaltmiete von höchstens 8,50 Euro pro Quadratmeter zu bauen. Dies könnten sich Haushalte mit mittleren und unteren Einkommen noch leisten.

Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP will für den Bau von jährlich 400.000 Wohnungen sorgen. Davon sollen 100.000 öffentlich gefördert werden. Derzeit werden in Deutschland etwa 300.000 Wohnungen jährlich gebaut. Für 2020 bezifferte das Statistikamt den Neubau auf gut 306.000 Wohnungen.

mic/Reuters
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