Quartalszahlen Yahoo findet kein Mittel gegen die Werbeflaute

Der Gewinn bei Yahoo steigt - und dennoch reagiert die Börse enttäuscht. Denn die aktuelle Quartalsbilanz offenbart: Das Werbegeschäft schwächelt weiter. Konzernchefin Marissa Mayer kann den Abwärtstrend nicht stoppen.

Yahoo-Chefin Marissa Mayer (Archivbild): Börsianer zeigen sich enttäuscht
REUTERS

Yahoo-Chefin Marissa Mayer (Archivbild): Börsianer zeigen sich enttäuscht


Sunnyvale - Bei Yahoo Chart zeigen lässt die Rückkehr zum Wachstum weiter auf sich warten. Vor allem die grafischen Anzeigen, die sogenannten Banner, werden immer weniger nachgefragt, wie der Internetkonzern in seinem aktuellen Quartalsbericht mitteilt. Konzernchefin Marissa Mayer versucht seit ihrem Amtsantritt im Sommer 2012 den Trend aufzuhalten - bislang erfolglos. Auch die Börsianer zeigten sich von dem Verlauf enttäuscht, die Aktie fiel am Dienstag um bis zu vier Prozent.

Der Umsatz im Quartal von Oktober bis Dezember ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sechs Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Dollar zurück. In der Folge schrumpfte der operative Gewinn. Nur dank geringerer Steuern und lohnender Beteiligungen konnte Yahoo das Plus unterm Strich um 28 Prozent auf 348 Millionen Dollar steigern. Auch ein Patentverkauf besserte die Jahresbilanz auf.

Im Gesamtjahr 2013 schrumpfte der Umsatz den Angaben zufolge ebenfalls um sechs Prozent auf fünf Milliarden Dollar. Yahoo sieht sich bei der Jagd nach Werbegeldern harter Konkurrenz von Rivalen wie Google oder Facebook ausgesetzt. Deshalb kaufte Mayer eine Reihe von Start-up-Unternehmen, überarbeitete die Internetsuche und den Fotoservice Flickr und brachte mehrere Anwendungen für Smartphones und Tabletcomputer an den Start wie etwa für Sportnachrichten, E-Mail und Wetterberichte. Trotzdem war der Umsatz im dritten Quartal 2013 um fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar zurückgegangen.

vks/dpa/Reuters

insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
brombel 28.01.2014
1. Da wird der Inovator zum Gladiator
Nur rund 300 Mio. Gewinn und ab geht es mit dem Börsenkurs. Zu wenig Werbeumsatz gegenüber der Konkurrenz. Im Kampf mit dem Ziel des Monopols, kann es nur einen Verlierer geben - den User!
lef 29.01.2014
2.
Zitat von sysopREUTERSDer Gewinn bei Yahoo steigt - und dennoch reagiert die Börse enttäuscht. Denn die aktuelle Quartalsbilanz offenbart: Das Werbegeschäft schwächelt weiter. Konzernchefin Marissa Mayer kann den Abwärtstrend nicht stoppen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/yahoo-chefin-marissa-mayer-kaempft-mit-schwindenden-werbeeinnahmen-a-946099.html
IMHO ist das verständlich. Auch ich hatte mal versehentlich YAHOO als Suchmaschine auf den PC gekriegt und eine Menge Arbeit, das wieder loszuwerden. Mit Hilfe des Internets - da ist YAHOO als Schrecken vieler Nutzer bekannt....(es waren alle Apps zu löschen, dann war ich diesen Virus los! Und alle Speicherunghen auch.). Wenn wenigstens gesucht worden wäre! Nein, es erschien immer "page not found" und das wars! Bei jeder Werbung von dort war ich nur sauer - auf YAHOO und deren Finanziers auch. Das merken natürlich die Werbeberater auch irgendwann, dass Werbung dort nur Ärger schafft. Niemand braucht YAHOO!!
papayu 29.01.2014
3. Und morgen steht nichts mehr in den Medien!
Mir ist noch nie eine Werbung im internet aufgefallen. Ich uebersehe die einfach.
Leser12345 29.01.2014
4. Rückwärts voll Kraft ...
Marissa Mayer ist zu spät geboren. Ihr selbst/ungerechter Führungsstil stammt aus einem anderen Jahrtausend. Wer seine Mitarbeiter als Feinde sieht, hat in der heutigen Zeit nur die Möglichkeit abzuwirtschaften...
keinuntertan 29.01.2014
5. Um Himmels Willen: Marissa Mayer.
Da muss ich mir die Augen reiben. Immer, wenn ich Fotos von Marissa Mayer sehe, muss ich an meine Ex-Frau denken: blond, blaue Augen, ungeschminkt, hübsches Gesicht, kalter Blick, erfolgreich, diszipliniert, sportlich, energisch, 100 Prozent emanzipiert. Als starke Partnerin top. Doch wehe, wenn sie zur Gegnerin wird. Dann kann man drei Kreuze machen und einpacken... Wenn Marissa Mayer aus dem selben Holz geschnitzt ist, wird sie knallhart kämpfen. Das ist gut für Yahoo, schlecht für den einen oder anderen Mitstreiter und / oder Kollegen. Da wird dann der eine oder andere gefeuert. Gnadenlos.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.