Aufschwung Zahl der Beschäftigten in der Euro-Zone steigt erstmals seit 2011

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Euro-Zone bessert sich - aber nur langsam: Von Oktober bis Dezember 2013 waren mehr Menschen im Währungsraum erwerbstätig als noch ein Quartal zuvor. Es war der erste Anstieg seit mehr als zwei Jahren.

Arbeiter in Fabrik bei Mailand: Mehr Beschäftigte als im Vorquartal
REUTERS

Arbeiter in Fabrik bei Mailand: Mehr Beschäftigte als im Vorquartal


Luxemburg - Jahrelang ging es mit der Beschäftigung in der Euro-Zone stetig abwärts. Nun wird zum ersten Mal seit langem eine Trendwende erkennbar. Im vierten Quartal 2013 ist die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleich zum Zeitraum von Juli bis September saisonbereinigt um 0,1 Prozent gestiegen, teilte die Statistikbehörde Eurostat mit. Dies war der erste Zuwachs seit Sommer 2011.

Die Statistiker schätzen, dass im Schlussquartal 145 Millionen Menschen in der Eurozone erwerbstätig waren - als Beschäftigte oder Selbständige. Im vierten Quartal 2012, also im Vorjahreszeitraum, lag die Zahl allerdings noch 0,5 Prozent höher. Für das zweite und dritte Quartal 2013 hatte Eurostat für die Euro-Zone noch Stagnation bei den Erwerbstätigen gemeldet, nachdem die Beschäftigung zuvor in sieben aufeinander folgenden Quartalen gesunken war.

Die Entwicklung war allerdings in verschiedenen Branchen und Ländern unterschiedlich. Während in der Industrie und am Bau im Vergleich zum Vorquartal weniger Menschen arbeiteten, kletterte die Zahl der Erwerbstätigen im Handel, Gastgewerbe und bei Informations- und Kommunikationsfirmen.

Auch in einigen Euro-Krisenstaaten verbesserte sich die Lage. In Griechenland, wo die Arbeitslosigkeit bei rund 28 Prozent liegt, ging es um 0,2 Prozent nach oben. In Spanien gab es ein Plus von 0,6 Prozent, in Portugal und Irland gar von 0,7 Prozent.

Die stärksten Rückgänge gab es hingegen in Zypern mit 0,6 Prozent sowie in den Niederlanden und in Italien mit jeweils minus 0,5 Prozent. In Deutschland stieg die Zahl der Beschäftigten um 0,2 Prozent.

fdi/dpa/Reuters



insgesamt 10 Beiträge
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nick1980 15.03.2014
1. Steigende Zahl von Arbeitnehmern bedeutet definitiv nicht Aufschwung
Das Billiglohndumping-Land Deutschland kann schon lange nicht mehr mithalten, macht sich aber immer wichtig.
Ian 15.03.2014
2. Trendwende...
...bei einem EU-Weitem Zuwachs von 0,1%... Ja, ne, is klar... In den letzten beiden Jahren wurden auch jeweils die zu Jahresanfang gestiegenen Neuwagenzulassungen in Griechenland als Trendwende verkauft. Aber nur mal zum Vergleich. Januar 2012 ca 26.000 Neuwagenzulassungen. Januar 2014 ca 6000 Neuwagenzulassungen. Wir wissen, lieber Spiegel, dass du die Politik von Mutti vorbehaltlos unterstützt. Aber bitte nicht mit so einem Schmarrn aus der PR-Abteilung der Bundesregierung um die Ecke kommen. Ich lese eich nur noch, um zu wissen was die Deutschen denken sollen und leider auch viele tun...
papayu 15.03.2014
3. Da frage ich mich immer wieder,
woher kommen diese Zahlen??? Vorbestellungen, muessen noch zum Abschluss kommen. Oder haben die an den Fabriktoren sog. Zaehler mit sonner Zaehluhr, druecken und schon ist es einer mehr. Ein echter Aufschwung beginnt bei 5 %, aber diese Zeiten sind lange vorbei.
cipo 15.03.2014
4.
Zitat von sysopREUTERSDie Lage auf dem Arbeitsmarkt in der Euro-Zone bessert sich - aber nur langsam: Von Oktober bis Dezember 2013 waren mehr Menschen im Währungsraum erwerbstätig als noch ein Quartal zuvor. Es war der erste Anstieg seit mehr als zwei Jahren. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/zahl-der-beschaeftigten-in-der-euro-zone-steigt-erstmals-seit-2011-a-958755.html
Parallel dazu gab es heute in Portugal die Meldung, daß seit 2008 622.700 Arbeitsplätze vernichtet wurden und die Zahl der Arbeitsplätze letztes Jahr gegenüber 2012 noch einmal um 2,8 Prozent gesunken ist. Irgendwie paßt das nicht so recht zusammen.
marcaurel1957 15.03.2014
5.
Zitat von nick1980Das Billiglohndumping-Land Deutschland kann schon lange nicht mehr mithalten, macht sich aber immer wichtig.
Ich nehme zwar an, Sie sind an validen Daten und Fakten nicht interessiert, aber nur der Vollständigkeit halber, In Deutschland werden für jeden der über eine vernünftige Qualifikation verfügt, ausgesprochen hohe Gehälter gezahlt. Billiglöhne sind ein Randphänomen und betrifft vor allen Menwchrn ohne Ausbildung und Qulifikation.
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