Mehr steuerfreie Nebenverdienste Zahl der Minijobs steigt auf 7,6 Millionen

In Deutschland haben fast so viele Menschen einen steuer- und abgabenfreien Minijob wie vor Einführung des Mindestlohns. Zuletzt waren es 7,6 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.
Kellnerin in einer Bar

Kellnerin in einer Bar

Foto: Caroline Seidel/ picture alliance/dpa

Die Zahl der Minijobs ist im laufenden Jahr wieder nahezu auf den Stand vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns 2015 gestiegen. Das gehe aus einer Antwort der Bundesregierung an die Grünen hervor, berichtete die "Rheinische Post". Demnach zählte die Bundesagentur für Arbeit Ende März nach den letztverfügbaren Daten gut 7,6 Millionen geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. Ende Dezember 2014 - also kurz vor der Einführung des Mindestlohns - waren es mit 7,67 Millionen nur wenig mehr.

Der Zeitung zufolge ist vor allem die Zahl der Minijobs, die im Nebenjob ausgeübt werden, deutlich angestiegen. Waren Ende 2014 erst 2,5 Millionen Minijobber in der Nebenbeschäftigung tätig, hatten Ende März 2018 bereits knapp 2,8 Millionen neben der Hauptbeschäftigung noch einen steuer- und abgabenfreien Minijob.

Insgesamt fällt die Bilanz nach vier Jahren Mindestlohn positiv aus. Die von vielen Ökonomen befürchteten Schäden sind nicht eingetreten, weder gingen Hunderttausende Arbeitsplätze verloren, noch leiden Unternehmen im internationalen Wettbewerb.

Verschiedene Studien haben sich mit den Auswirkungen des Mindestlohns befasst. Sie gingen dabei auch der Frage nach, inwiefern dieser sich auf Arbeitszeit und Stundenlohn auswirkt.

mmq/Reuters/dpa
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