Zehn-Euro-Schein So sieht der neue Zehner aus

Die Europäische Zentralbank hat die neuen Zehn-Euro-Scheine vorgestellt. Ab September lösen sie ihre Vorgänger ab, sie sollen schwieriger zu fälschen sein. Der interaktive Grafikvergleich zeigt die Unterschiede zur alten Banknote.


Frankfurt am Main - In den Händen halten kann man ihn erst in einigen Monaten, doch an seinen Anblick kann man sich schon einmal gewöhnen: der neue Zehn-Euro-Schein. Auch diese Banknote bekommt nun ein Facelift, wie im vergangenen Jahr bereits der Fünf-Euro-Schein. EZB-Direktor Yves Mersch stellte die Banknote am Montag in Frankfurt vor. Die Überarbeitung soll die Gemeinschaftswährung sicherer gegen Geldfälscher machen.

Daher hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Banknoten der neuen "Europa-Serie" mit einer Reihe neuer Sicherheitsmerkmale ausgestattet und informiert darüber auf einer eigenen Website: Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins zeigen nun die griechische Mythenfigur Europa. Der aufgedruckte Wert ändert seine Farbe von Smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man den Geldschein etwas neigt. Der Schein ist an beiden Rändern auf der Vorderseite geriffelt und zudem mit einem Speziallack überzogen und damit etwas dicker. Das soll Banknoten, die häufig den Besitzer wechseln, haltbarer machen.

"Mit dem neuen Zehn-Euro-Schein wird es für die Bevölkerung leichter, die Echtheit der Noten zu überprüfen. Für die Fälscher wird es hingegen schwieriger", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

Bis die neuen Zehn-Euro-Scheine im Alltag eine Rolle spielen, dauert es aber noch bis zum Herbst. Erst am 23. September sollen sie gesetzliches Zahlungsmittel werden. Bis dahin sollen Zahl-Automaten an die neuen Banknoten angepasst werden.

In den kommenden Jahren sollen auch die übrigen Banknoten nach und nach überarbeitet werden - bezogen auf ihren Wert in aufsteigender Reihenfolge. 2015 ist demnach der neue Zwanziger vorgesehen. Die bekannten Motive sollen aber erhalten bleiben. Sie stellen Bauwerke aus verschiedenen europäischen Epochen dar, für die es aber keine direkten Vorbilder aus der Wirklichkeit gibt. Im Fall des Zehners ist es Architektur im romanischen Stil.

Dass erhöhte Sicherheit nötig ist, zeigen die neuesten Falschgeld-Statistiken: 2013 sind im Währungsraum 670.000 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt worden, rund 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Am häufigsten wurden Zwanziger und Fünfziger gefälscht, die zusammen 78 Prozent aller sichergestellten Blüten ausmachten.

fdi/dpa-AFX

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insgesamt 133 Beiträge
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Seite 1
Rinax 13.01.2014
1. optional
Genauso hässlich wie der Alte, bekomm ich die DM wider ? Da waren die Gesichter drauf noch echte Persönlichkeiten - und keine fiktiven Gebäude und Bauen die sich Europa ohnehin nie leisten kann
---Kommentator--- 13.01.2014
2. Sicherheit und Werte
Na dann macht es ja enorm Sinn, wenn man sich beim Austausch bei der Reihenfolge lieber an die (bedeutungslose) Wertigkeit der Scheine und nicht an der Häufigkeit der Fälschungen orientiert. Aber unsere EU ist ja schon immer für Ihre gute und sinnvolle Organisation bekannt.
Mandy 13.01.2014
3. optional
Warum nicht mal etwas moderner? Von den Motiven her sind wir im Mittelalter :)
erkelenzer 13.01.2014
4. Verstehe ich nicht...
Da die alten Noten doch weiterhin noch lange Zeit gültig sind, könnten die Fälscher doch auch weiterhin noch die alten Noten als Falschgeld auf den Markt werfen, oder nicht? Damit wäre doch nichts gewonnen.
taglöhner 13.01.2014
5. Venedig
Zitat von RinaxGenauso hässlich wie der Alte, bekomm ich die DM wider ? Da waren die Gesichter drauf noch echte Persönlichkeiten - und keine fiktiven Gebäude und Bauen die sich Europa ohnehin nie leisten kann
Genau! Es gibt doch europäische Kulturerrungenschaften oder Naturwunder die Identitätsstiftend für alle sind. Diese sterilen Bauwerke sind langweilig.
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