Zehnjährige Staatsanleihen Deutschland zahlt höchsten Zins seit fast zwei Jahren

Die Investition in deutsche Anleihen lohnt sich wieder. Der Bund muss für Papiere mit einer zehnjährigen Laufzeit mehr als zwei Prozent Zinsen bezahlen. Ein Grund dafür ist die Aussicht auf eine geldpolitische Wende in den USA.


Frankfurt am Main - Anleger bekommen für zehnjährige Bundesanleihen wieder mehr als zwei Prozent Zinsen - erstmals seit fast zwei Jahren. Am Mittwoch musste der Bund den höchsten Zins seit Oktober 2011 bieten, um sich für zehn Jahre frisches Geld zu besorgen.

Bei der Auktion fiel der Hammer bei einem Zinssatz von 2,06 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion hat der Bund Mitte August noch 1,8 Prozent bieten müssen. Insgesamt spülte der Anleihe-Verkauf zur Wochenmitte rund vier Milliarden Euro in die Staatskasse. Die Nachfrage hätte ausgereicht, um ein Volumen von mehr als 5,2 Milliarden Euro am Markt unterzubringen.

Als Grund für die steigenden Zinsen gilt die Aussicht auf eine geldpolitische Wende in den USA. Die Notenbank Fed will ihre lockere Geldpolitik einschränken, nachdem die Liquiditätsschwemme der US-Notenbank in den vergangenen Jahren rund um den Globus geschwappt war. Ein weiterer Grund für die steigenden deutschen Zinsen ist die Entspannung in der Euro-Schuldenkrise, wegen der die Anleger Bundesanleihen als sicheren Hafen für ihr Geld gewählt hatten.

lei/dpa



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