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23. April 2018, 06:47 Uhr

Handelsstreit

US-Regierung denkt über Treffen mit China nach

Noch ist die Gefahr eines Handelskrieges zwischen den USA und China nicht gebannt. Doch die Hoffnung wächst, dass es nicht dazu kommt: Beide Seiten stellen weitere Verhandlungen in Aussicht.

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat im Handelsstreit mit China eine Annäherung in Aussicht gestellt. Er sei "vorsichtig optimistisch", dass den beiden Ländern eine Abmachung gelinge, die ihren Streit in Handelsfragen ausräumen könnte, sagte Mnuchin am Rande der IWF-Frühjahrstagung in Washington. Eine Reise nach China sei angedacht. Zu einem möglichen Zeitpunkt wollte er sich nicht äußern, bestätigt sei das Treffen auch noch nicht. Chinas Handelsministerium teilte am Sonntag mit, dass man von den Plänen der USA wisse, in Peking Wirtschafts- und Handelsfragen zu diskutieren. Man begrüße das Vorhaben.

Verhandlungen wären der erste Schritt, um eine drohende Eskalation in dem Streit abzuwenden. Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt waren unter anderem wegen des Ungleichgewichts im bilateralen Handel zuletzt heftig aneinandergeraten. Experten fürchten einen Domino-Effekt bis zum offenen Handelskrieg. US-Präsident Donald Trump hatte Zölle auf Importe im Milliardenwert aus China angekündigt, was China mit gleicher Münze konterte. Trump fasste daraufhin Abgaben auf weitere Einfuhren ins Auge, insgesamt könnten dann Waren im Wert von bis zu rund 150 Milliarden US-Dollar betroffen sein.

mik/dpa-AFX

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