Zweite Karriere Ex-Spion berät künftig Rosneft-Chef

Wladimir Putin hat sein Versprechen gehalten: Er hatte den im Juli in den USA enttarnten Spionen gute Jobs in Aussicht gestellt. Jetzt wird einer von ihnen Berater des Vorstandschefs von Rosneft.


Moskau - Rund sechs Monate nach der Enttarnung eines russischen Spionagerings in den USA wird einer der zehn Agenten einem Zeitungsbericht zufolge Berater beim staatlichen Ölkonzern Rosneft. Wie die russische Zeitung "Kommersant" am Montag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, soll Andrej Besrukow, der unter dem Namen Donald Howard Heathfield für Russland in den USA spioniert haben soll, Berater des Vorstandvorsitzenden des russischen Ölkonzerns werden. Zu einem späteren Zeitpunkt könne er zudem Vize-Präsident des Unternehmens werden und mit internationalen Projekten betraut werden.

Im größten bekanntgewordenen Spionagekrimi seit dem Kalten Krieg waren im Juli in den USA zehn russische Agenten enttarnt worden. Sie wurden in einer spektakulären Aktion am Wiener Flughafen gegen vier in Russland tätige US-Spione ausgetauscht. Russlands Regierungschef Wladimir Putin sagte den enttarnten russischen Spionen im Juli eine "strahlende" Zukunft voraus. Er sei sich sicher, dass sie "würdevolle Posten bekleiden werden". Russland Präsident Dmitri Medwedew ehrte die Ausgewiesenen im Oktober mit hohen staatlichen Auszeichnungen.

mik/AFP



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