Sparpläne Ford will Zahl der Zulieferer senken

Der US-Autohersteller Ford will durch die Straffung seines Einkaufs Kosten senken. Die Zahl der Zulieferer werde deshalb in etwa halbiert, hieß es.


Detroit - Mit den ausgewählten strategischen Zulieferanten wolle das Unternehmen längerfristige Vereinbarungen treffen und ihnen mehr Aufträge zukommen lassen, teilte der zweitgrößte US-Autokonzern mit. Die Umstrukturierungen sind Teil der Bemühungen von Ford-Chef William Clay Ford Jr., das Autogeschäft aus den roten Zahlen zu führen. Der Autokonzern kauft bisher jährlich weltweit für rund 90 Milliarden Dollar Teile, Waren und Dienstleistungen ein. Zur genauen Größenordnung der angepeilten Einsparungen wollte Ford sich jedoch nicht äußern.

Einkaufschef Tony Brown sagte in einer Konferenzschaltung mit Analysten, der neue Plan werde beträchtliche Einsparungen bringen. Ford habe mit seinen wichtigsten Lieferanten an verschiedenen Programmen zusammengearbeitet, um Wirtschaftlichkeit, Qualität und Kundenzufriedenheit zu steigern und einen Rahmen für eine engere Beziehung zu schaffen. "Obwohl wir Fortschritte erzielt haben, zwingt uns das geschäftliche Umfeld zur Beschleunigung unserer Anstrengungen und dazu, die Beziehungen (zu den Lieferanten) auf ein völlig neues Niveau zu stellen", sagte Brown.

In einer ersten Phase rechne der Konzern damit, sich von etwa der Hälfte seiner rund 2500 Zulieferer zu trennen, von denen Ford 20 wichtige Teile wie Sitze, Reifen und Stoßdämpfer und Rohstoffe beziehe. Diese machten etwa die Hälfte des jährlichen Einkaufsvolumens aus. Analysten rechneten damit, dass im Angestellten-Bereich bei Ford weitere Arbeitsplätze überflüssig werden könnten. Der Konzern hatte bereits zuvor angekündigt, er wolle in diesem Jahr etwa acht Prozent seiner Angestellten-Posten streichen.



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