Sparprogramm Royal Bank of Scotland streicht bis zu 20.000 Jobs

Tiefgreifender Sparkurs: Die Royal Bank of Scotland baut laut "Sunday Times" bis zu 20.000 Stellen ab. Das inzwischen größtenteils verstaatlichte Geldhaus reagiert damit auf einen drohenden Rekordverlust.


London - Einschneidende Maßnahmen der angeschlagenen britischen Großbank Royal Bank of Scotland (RBS): Nach einem Bericht der "Sunday Times will ihr Vorstand bis zu 20.000 Stellen streichen. Der Jobabbau sei Teil eines Sparprogramms von mehreren hundert Millionen Pfund bei der teilverstaatlichten Bank. Dabei würde sich die Bank auch aus Märkten in Schwellenländern wie Rumänien und der Slowakei zurückziehen.

Royal-Bank-of-Scotland-Filiale in London: 20.000 Stellen in Gefahr
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Royal-Bank-of-Scotland-Filiale in London: 20.000 Stellen in Gefahr

RBS, die zu 68 Prozent dem Staat gehört, steht vor einem Rekordverlust in der britischen Unternehmensgeschichte. Ende Februar legt das Institut voraussichtlich einen Verlust von 31 Milliarden Euro vor.

RBS war im Strudel der Finanzkrise ins Schlingern geraten, auch weil sie 2007 Teile der niederländischen Bank ABN Amro übernommen hatte. Danach beschäftigte sie fast 230.000 Mitarbeiter. Nach Medienangaben sei RBS mit der niederländischen Regierung in Gesprächen, dass diese nun Teile des Geschäfts in den Niederlanden übernehme.

RBS hatte nach Angaben der "Sunday Times" bereits im vergangenen April angefangen, 13.000 Jobs zu streichen. Die Bank wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der britische Staat hält derzeit 58 Prozent an der RBS, nachdem er im November mit einer Notfinanzspritze über 15 Milliarden Pfund bei dem einst zweitgrößten Finanzinstitut des Landes eingestiegen war. Die RBS kämpft im Zuge der Finanzkrise bereits seit längerem mit hohen Abschreibungen.

jjc/dpa

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