Spenden US-Bürger großzügig wie nie

Spenden für wohltätige Zwecke gehören in den USA zum guten Ton. Dementsprechend großzügig zeigten sich die US-Bürger auch im vergangenen Rekordjahr - und nicht nur die Reichen gaben Geld.


Washington - Im vergangenen Jahr gaben die Amerikaner insgesamt 295 Milliarden Dollar (219 Milliarden Euro), wie die Giving-USA-Stiftung der Universität Indiana heute mitteilte. Die Summe lag vier Prozent über dem Stand des Vorjahrs 2005, der wegen des Hurrikans "Katrina", des verheerenden Erdbebens in Pakistan und der Tsunami-Katastrophe in Südostasien bereits ein Rekordhoch erreicht hatte. Am meisten profitierten religiöse Einrichtungen von der Spendenbereitschaft. Sie erhielten etwa ein Drittel der Summe. An zweiter Stelle stünden Bildungseinrichtungen mit 14 Prozent des Spendenaufkommens.

Im Durchschnitt spendeten US-Bürger zwei Prozent ihres Haushaltseinkommens, sagte Stiftungsdirektor Richard Jolly. Die Wohltätigkeit beschränke sich nicht auf die Reichen: Etwa 65 Prozent aller Haushalte, die weniger als 100.000 Dollar Jahreseinkommen haben, hätten 2006 für wohltätige Zwecke gegeben. Den Rekord habe im Jahr 2006 der Milliardär Warren Buffett aufgestellt, der 1,9 Milliarden Dollar spendete. Es war die erste Rate von insgesamt 30 Milliarden Dollar, die Buffet in den kommenden 20 Jahren für wohltätige Zwecke zur Verfügung stellen will. Insgesamt machten derartige "Mega-Spenden" aber nur 1,3 Prozent des gesamten Aufkommens aus, sagte Jolly.

mik/AFP



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