Staatsanwälte Ermittlungen gegen Dresdner-Bank-Chef

Bernd Fahrholz, Vorstandschef der Dresdner Bank, wird offenbar der Untreue verdächtigt. Er soll Mitwisser eines Subventionsbetruges gewesen sein.


Unter Verdacht: Bernd Fahrholz
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Unter Verdacht: Bernd Fahrholz

Mühlhausen - Hintergrund der Ermittlungen ist der Bau des CD-Werks in Suhl-Albrechts durch den bayerischen Unternehmer Reiner Pilz Anfang der 90er Jahre. Dieser muss sich zurzeit vor dem Landgericht Mühlhausen wegen Subventionsbetrugs verantworten. Pilz soll sich durch eine überhöhte Angabe von Baukosten 76,2 Millionen Mark erschlichen haben.

Fahrholz wird nun verdächtigt, von den überhöhten Kosten gewusst zu haben. Als Abteilungsleiter der Dresdner Bank war er für die Bewilligung von Krediten für Pilz in Höhe von rund 160 Millionen Mark zuständig.

Die Staatsanwaltschaft lehnte jede Stellungnahme ab. "Wir nennen keine Namen", sagte ihr Sprecher Dirk Germerodt am Donnerstag. Die Dresdner Bank wollte dazu nichts sagen.

In dem Untreue-Verfahren gegen insgesamt 38 Beschuldigte wird auch gegen den früheren Thüringer Wirtschaftsminister Jürgen Bohn (FDP) und den damaligen persönlichen Mitarbeiter des damaligen Staatskanzleiministers Andreas Trautvetter (CDU), Werner Schuwirth, ermittelt.



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