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APOTHEKEN Stabile Preise

aus DER SPIEGEL 37/2006

Seit dem 1. Januar 2004 müssen die Patienten in Deutschland nicht verschreibungspflichtige Medikamente (OTC-Arzneimittel) aus eigener Tasche bezahlen. Gleichzeitig wurde die Preisbindung aufgehoben. Doch die Hoffnung, dass Wettbewerb zwischen den Apotheken zu sinkenden Preisen führen würde, hat sich bisher nicht bestätigt. Weit über 90 Prozent der Apotheker, so ergab jüngst eine Umfrage der Verbraucherzentralen NRW, Rheinland-Pfalz und Sachsen, folgen der unverbindlichen Preisempfehlung der Hersteller. Gegen Versuche von Kollegen, mit Discount-Apotheken und mehr Werbung Kunden für den OTC-Markt zu gewinnen, wehren sich die Standesvertreter heftig. So warnte etwa die Präsidentin der Bundesapothekenkammer, Magdalene Linz, vor »Discountern, die das Gut Arzneimittel in den Schmutz ziehen«, und droht den Preisbrechern mit berufsgerichtlichen Verfahren.

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