Stahlstreit WTO erklärt US-Zölle für illegal

Die Welthandelsorganisation wird den Klägern im Streit um die Einfuhrgebühren der Amerikaner offenbar Recht geben. Vertreter der US-Regierung kündigten Widerstand an.


Stahlkocher bei ThyssenKrupp: 30 Prozent auf EU-Produkte
DPA

Stahlkocher bei ThyssenKrupp: 30 Prozent auf EU-Produkte

Genf/Washington - Eine Expertengruppe der WTO hat der Europäischen Union und anderen Klägern im Stahlstreit mit den USA offenbar Recht gegeben. Die im März 2002 durch die USA verabschiedeten Stahlzölle widersprechen den Regeln der WTO, hieß es am Mittwoch aus gut unterrichteten Kreisen.

Die USA kündigten umgehend an, Einspruch zu erheben, sollte die WTO zu Gunsten der EU entscheiden. Die US-Regierung sei der Ansicht, dass sie mit ihren Zöllen auf Stahl den internationalen Normen entspreche, hieß es aus dem US-Handelsministeriums.

Die Bush-Administration hatte im vergangenen Frühjahr Einfuhrgebühren von fast 30 Prozent auf Stahlprodukte aus Europa, Asien und Südamerika erhoben, um die heimische Industrie zu schützen. Sollte die WTO die Maßnahme für regelwidrig erklären, hätten die betroffenen Länder ihrerseits die Erlaubnis, Sanktionen gegen die USA zu etablieren.



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