Standort Bochum Nokia geht, Blackberry kommt

Hoffnungsschimmer für Bochum: Der kanadische Blackberry-Hersteller "Research In Motion" eröffnet in der Revierstadt ein Forschungszentrum mit rund 300 Arbeitsplätzen. Nachdem sich die Anzeichen für die Pläne zuletzt verdichtet hatten, soll die Entscheidung nun offiziell verkündet werden.

Berlin - In zwei Monaten schließt das Nokia-Werk in Bochum - für einen kleinen Teil der Beschäftigten gibt es nun Hoffnung, am gleichen Standort neue Arbeit zu finden. Am Mittwochmorgen sollen Details zu einem geplanten Forschungszentrum des kanadischen Blackberry-Herstellers "Research In Motion" (RIM) in der Revierstadt bekannt gegeben werden.

Wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums am Montag mitteilte, werden Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) und RIM-Vorstandssprecher Thorsten Heins auf einer Pressekonferenz Einzelheiten zu dem geplanten Vorhaben vorstellen.

In den vergangenen Wochen hatten Zeitungen immer wieder über Pläne der Kanadier für ihr europäisches Forschungs- und Entwicklungszentrum berichtet. Berichten zufolge sollen in Bochum schrittweise bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen. Der finnische Handyhersteller Nokia beschäftigte in Bochum allerdings 2300 Mitarbeiter. Für sie haben der finnische Handybauer und der Betriebsrat einen 200 Millionen Euro schweren Sozialplan ausgehandelt.

Das RIM-Forschungszentrum wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nicht auf dem bisherigen Nokia-Gelände angesiedelt. Es gebe auch keine Übernahme-Vereinbarung für Nokia-Personal, hieß es aus Kreisen des Unternehmens. Allerdings führe RIM Rekrutierungsgespräche mit Ingenieuren und IT-Fachpersonal. In Lokalzeitungen waren zuletzt immer wieder Job-Anzeigen von RIM zu sehen, in denen Ingenieure gesucht wurden.

phw/ddp/dpa/dpa-AFX

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