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BÜROKRATIE Starterlaubnis weg, Arbeitsplätze weg

aus DER SPIEGEL 49/2002

Weil er in der Nähe seines abgelegenen Firmensitzes in Hückeswagen künftig nicht mehr das Firmenflugzeug einsetzen darf, hat der Mittelständler Diether Klingelnberg mit Arbeitsplatzabbau gedroht. Der Präsident des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hatte sich eine einmotorige Pilatus zugelegt, ein Modell, das auch von australischen Buschpiloten geflogen wird. Er habe sich eine PC 12 angeschafft, argumentiert der Werkzeugmaschinenbauer, weil die für die Graspiste des nahen Flugplatzes Wipperfürth geeignet sei; er brauche die Maschine, um in seiner Firma (rund 800 Mitarbeiter) »Kunden für Vorführungen und wichtige technische Besprechungen einzufliegen«. Klingelnberg kam bislang auf der 600 Meter langen Piste des Wipperfürther Flugplatzes nach 450 Meter zum Stehen. Doch für die Bezirksregierung Düsseldorf ist die Pistenlänge allenfalls »grenzwertig«. Erbost über die »bürokratischen Bestimmungen« forderte der VDMA-Präsident von NRW-Verkehrsminister Axel Horstmann eine »pragmatische Lösung«, sonst müsse er »alle kundenrelevanten Aktivitäten« in seinen Zürcher Betrieb verlagern - dies würde »den Abbau von 30 bis 40 Arbeitsplätzen bedeuten«.

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