Statistikamt Eurostat Industrieproduktion im Euroraum schrumpft

Die Industrieproduktion im Euroraum reduziert sich erstmals seit Mai wieder. Am stärksten traf es im September Italien, Irland und Spanien, während Deutschland weiter wuchs.
Ein Arbeiter mit Mundschutz in der Fabrik des italienischen Autozulieferers NTN-ICSA

Ein Arbeiter mit Mundschutz in der Fabrik des italienischen Autozulieferers NTN-ICSA

Foto: Massimo Pinca / REUTERS

Mit der Industrie-Erholung ist es erst mal vorbei: Die Betriebe in der Eurozone stellten im September überraschend 0,4 Prozent weniger her als im Vormonat, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg mit. Nach vier Anstiegen in Folge ist dies der erste Rückgang seit April, als die Unternehmen stark unter den Folgen des Lockdowns im Frühjahr litten. Ökonomen hingegen hatten für den September ein Plus von 0,7 Prozent erwartet. Seit Mai hat die Erholung peu à peu an Fahrt verloren.

Dass die Aufholjagd der Industrie seit der Corona-Delle vom Frühjahr noch lange nicht beendet ist, zeigt der Blick auf den Vorjahresvergleich: Hier lag die Produktion 6,8 Prozent – und damit stärker als erwartet – unter dem Niveau von September 2019.

Am stärksten trifft es Italien: -5,6 Prozent

Die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion gab es im Monatsvergleich in Italien (-5,6 Prozent), Irland (-4,7 Prozent) und Portugal (-3,8 Prozent). Den stärksten Zuwachs gab es in der Slowakei (+3,4 Prozent.). In Deutschland legte die Produktion um 1,7 Prozent zu.

Zuletzt waren die Konjunkturdaten für die Industrie eher günstiger als für die Dienstleister, die noch mehr unter den starken Einschränkungen wegen des Kampfs gegen das Coronavirus leiden. Die seit Oktober steigenden Infektionszahlen sorgen allerdings für weitere Risiken und Unsicherheit bei den Unternehmen.

caw/dpa-AFX
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.