Statistisches Bundesamt 53 Prozent weniger Gästeübernachtungen im März

Die Coronakrise hat die Zahl der Hotelübernachtungen im März im Vergleich zum Vorjahresmonat mehr als halbiert, teilte das Statistische Bundesamt mit. Dabei galt das Übernachtungsverbot erst ab Mitte März.
Nur noch halb so viel Arbeit für Zimmermädchen: Aufgrund der Coronakrise verzeichnen die Hotels in Deutschland einen Einbruch von über 50 Prozent im März

Nur noch halb so viel Arbeit für Zimmermädchen: Aufgrund der Coronakrise verzeichnen die Hotels in Deutschland einen Einbruch von über 50 Prozent im März

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa

Dramatischer Einbruch des deutschen Inlandstourismus im März: Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Gästeübernachtungen in Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben in Deutschland um 53 Prozent zurück, teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Dies entspricht dem stärksten Rückgang gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Zählung 1992.

"Maßgeblich dafür ist das seit Monatsmitte geltende Beherbergungsverbot für privat reisende Gäste", erklärten die Statistiker. Sie verzeichneten vorläufig 15,6 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste im März. Allerdings hätten "krisenbedingt" weniger Beherbergungsbetriebe ihre genauen Übernachtungszahlen gemeldet als üblich.

Die Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland verringerten sich im Vergleich zum März 2019 um 67 Prozent auf 2,0 Millionen. Bei Reisenden aus dem Inland gab es ein Minus von 50 Prozent auf 13,6 Millionen. In den ersten beiden Monaten 2020 waren die Übernachtungszahlen noch gestiegen. Für das erste Quartal ergab sich ein Minus von 17 Prozent auf insgesamt 72,4 Millionen Übernachtungen.

Der Tourismus zählt zu den am stärksten von den Beschränkungen infolge der Corona-Pandemie betroffenen Branchen.

caw/dpa-AFX/AFP
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