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Affären Steinkühler wehrt sich

aus DER SPIEGEL 32/1996

Franz Steinkühler, der ehemalige Vorsitzende der IG Metall, kritisiert in der Immobilienaffäre der Gewerkschaft seinen Nachfolger Klaus Zwickel und den Vorstand. Die IG-Metall-Spitze, schreibt Steinkühler dem Vorstand, sei von Anfang an über die verlustreichen Geschäfte informiert gewesen. Eine Untersuchungskommission der Gewerkschaft hatte Steinkühler und dem Ex-Kassierer Werner Schreiber angelastet, daß die Gewerkschaft dabei 130 Millionen Mark verschleudert hat. Sie monierte vor allem den Kauf der beiden Bürotürme für die IG-Metall-Zentrale für 210 Millionen Mark. Sie waren, so Experten, nur 120 Millionen wert. Den voraussichtlichen Preis, so Steinkühler, habe sein damaliger Vize Zwickel frühzeitig gekannt. In einem Brief Schreibers an Zwickel vom 24. Januar 1991 stand, daß sich »in Verhandlungen ein Kaufpreisangebot von 210 Mio. DM« ergeben habe. Zudem habe Schreiber im geschäftsführenden Vorstand über das Projekt »ausführlich berichtet«. Das Gremium habe ihn beauftragt, »die Vertragsverhandlungen anhand der vorgetragenen Grundlagen zu führen«.

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