Stellenabbau Airbus-Standorte kämpfen um die Zukunft

Bei Airbus stehen die umfangreichsten Stellenstreichungen der Firmengeschichte an. Unzählige Gerüchte machen die Runde, welche Standorte von der Neuorganisation betroffen sein werden. SPIEGEL ONLINE stellt sie einzeln vor und zeigt, welche Chancen sie haben.


Hamburg – In Deutschland ist Airbus mit seinen Montagewerken und der Flugzeugteilproduktion einer der wichtigsten Arbeitgeber der Luft- und Raumfahrtindustrie. Rund 23.000 Menschen sind insgesamt bei Airbus Deutschland tätig. Dazu kommen etwa 6300 Zeitarbeitskräfte. Zudem arbeitet Airbus mit zahlreichen Zulieferbetrieben zusammen.

Wichtigster deutscher Standort mit mehr als 12.000 Beschäftigten ist Hamburg. Hier werden Rumpfsektionen für das weltgrößte Passagierflugzeug A380 gefertigt. Der Riesenairbus bekommt ebenfalls hier seine Innenausstattung und wird lackiert. Dazu kommt unter anderem die Endmontage des Kurz- und Mittelstreckenjets A318, A319 und A321.

Weitere große Airbus-Standorte sind Bremen sowie das Werk in Nordenham. Auch in Stade, Varel und Buxtehude werden Komponenten gefertigt und nach Hamburg oder Toulouse geliefert. In Laupheim (Baden-Württemberg) entstehen Komponenten für Kabinen und Klimaanlagen.

Dies sind aber nicht die einzigen Unternehmen, die mit Airbus in Deutschland eng zusammenarbeiten. Neben externen Zulieferern bekommt Airbus auch Teile von anderen Unternehmen innerhalb des EADS- Konzerns. So stellen zum Beispiel die EADS-Elbe-Flugzeugwerke in Dresden Bodenplatten für Airbus-Flugzeuge her.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) arbeiten in Deutschland insgesamt rund 80.000 Menschen in der Branche. Diese erreichte im Jahr 2005 einen Gesamtumsatz von 18,6 Milliarden Euro.

mik/dpa



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