Stellenabbau HSH Nordbank bietet Abfindungen von bis zu 200.000 Euro

Hohe Prämien plus Sprintzuschlag - die um ihre Existenz kämpfende HSH-Nordbank steht vor der Aufgabe, so schnell wie möglich Stellen abzubauen. Angesichts der Zwangslage lobt das Institut Abfindungen aus, von denen bislang nur Top-Manager träumen durften.


Hamburg - Bis zu 200.000 Euro verspricht der Vorstand allen Beschäftigten, die freiwillig gehen, berichtet das "Flensburger Tageblatt". In diesen Tagen erhielten alle Mitarbeiter, die nicht unmittelbar zur Leitungsriege gehören, per Mail ein Abfindungsangebot. "Die Höhe hängt von der Betriebszugehörigkeit und dem Lebensalter ab", bestätigte Sprecherin Ulrike Abratis den Bericht.

Zudem werden die Bankangestellten mit einer "Sprintprämie" geködert. Wer sich schnell entscheidet und den Bürostuhl räumt, erhält zusätzlich zur Abfindung zwei Bruttomonatsgehälter, sagte Verdi-Vertreterin Anette Falkenberg. Insgesamt sollen bei der schwer angeschlagenen HSH Nordbank bis 2012 rund 1100 der 4300 Stellen gestrichen werden.

Die HSH Nordbank hatte sich mit ausländischen Wertpapieren massiv verspekuliert, 2008 fuhr das Institut einen Vorsteuerverlust von 2,8 Milliarden Euro ein. Die Haupteigner Schleswig-Holstein und Hamburg mussten der Bank mit drei Milliarden Euro unter die Arme greifen, um ihr Überleben zu sichern.

mik/dpa-AFX



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