Stellenabbau Siemens streicht Jobs bei Servicetochter

Der neue Siemens-Chef Klaus Kleinfeld weitet seine Sanierungsvorhaben aus. Nach Angaben der IG Metall sollen als nächstes 1000 Arbeitsplätze bei der Tochter Siemens Business Services gestrichen werden. Der Konzern will noch keine genauen Angaben machen.


Siemens-Chef Kleinfeld: Der neue räumt auf
DPA

Siemens-Chef Kleinfeld: Der neue räumt auf

München - "Es ist völlig verfrüht, eine konkrete Zahl in den Raum zu stellen", sagte ein Siemens-Sprecher. Die Gewerkschaft IG Metall jedoch kennt schon Details: Das Management des IT-Dienstleisters Siemens Business Services (SBS) habe die Betriebsräte informiert, dass rund 1000 Stellen wegfallen sollen. Betroffen seien alle Geschäftsfelder der SBS-Sparte.

Damit weitet der neue Siemens-Chef Klaus Kleinfeld seinen Sanierungskurs aus. Bereits am Freitag, seinem ersten Arbeitstag als Nachfolger von Heinrich von Pierer, hatte Kleinfeld angekündigt, dass 1250 Arbeitsplätze im Festnetz- und Mobilfunk-Bereich gestrichen werden. Vor allem das Handy-Geschäft bereitet Probleme - im ersten Quartal schlagen 143 Millionen Euro Verlust zu Buche.

Auch der Dienstleister SBS ist mit 25 Millionen Euro in die roten Zahlen gerutscht. Seit Monaten wird eine Umstrukturierung des Bereichs erwartet. Die IG Metall kritisiert, dass dafür noch immer kein zukunftsweisendes Konzept zu erkennen sei. Dazu sagte der Konzern-Sprecher: "Erst muss Siemens mit den Arbeitnehmervertretern über einen möglichen Arbeitsplatzabbau sprechen."



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