Stellenabbau T-Mobile will noch mehr sparen - zur Sicherheit

Das Sparprogramm von T-Mobile ist weitaus größer als bislang bekannt. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires sind nach internen Plänen jährliche Einsparungen in Höhe von 1,4 Milliarden Euro geplant.


T-Mobile-Zentrale in Bonn: 400 millionen als Puffer
DPA

T-Mobile-Zentrale in Bonn: 400 millionen als Puffer

Düsseldorf - Offiziell hatte das Tochterunternehmen der Deutschen Telekom Chart zeigen vorige Woche mitgeteilt, dass ab 2007 durch vielfältige Maßnahmen eine Milliarde Euro pro Jahr gespart werden sollen. Die zusätzlichen 400 Millionen Euro seien als eine Art Puffer vorgesehen, um mit Sicherheit auf die offentlich bekannt gegebene Zahl zu kommen, hieß es.

Auch die Zahl der abzubauenden Stellen ist wesentlich größer als bisher von T-Mobile bekannt gegeben. Nach Angaben von Ver.di-Vertreter Ado Wilhelm sollen europaweit 3800 und nicht nur wie offiziell verkündet bis zu 2200 Arbeitsplätze wegfallen. Hinzu kämen darüber hinaus weitere 1140 Jobs, die durch Auslagerungen und Beteiligungsverkäufe wegfielen. Wilhelm ist Mitglied im Aufsichtsrat von T-Mobile. In Deutschland seien mehr als 450 Arbeitsplätze von Outsourcing betroffen. Gestrichen werden sollen laut T-Mobile bis zu 1200 Stellen.

Ein Sprecher von T-Mobile sagte, insgesamt seien durch internes und externes Outsourcing in Europa rund 1100 betroffen. 500 Arbeitsplätze sollten innerhalb des Telekom-Konzerns verschoben werden, davon 340 in Deutschland. Außerhalb der Gruppe sei die Ausgliederung von 600 Jobs geplant. Hiervon beträfen 130 die deutsche Landesgesellschaft von T-Mobile, erläuterte der Unternehmenssprecher.



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