Strafprozess Steuerschuld von Hoeneß soll größer sein als angenommen

Um wie viel Geld geht es im Prozess gegen Uli Hoeneß wirklich? Laut "Süddeutscher Zeitung" soll der Präsident des FC Bayern 3,5 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.
Fußballmanager Hoeneß: Mehr als 30 Millionen Euro Gewinn?

Fußballmanager Hoeneß: Mehr als 30 Millionen Euro Gewinn?

Foto: � Thomas Peter / Reuters/ Reuters

Hamburg - Im Steuerprozess gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß geht es laut "Süddeutscher Zeitung" um höhere Summen als bislang angenommen. Die Staatsanwaltschaft beziffere den Steuerschaden in ihrer Anklage auf 3,5 Millionen Euro und nicht wie bislang angenommen auf höchstens 3,2 Millionen Euro, berichtet die "SZ".

Bei Spekulationsgeschäften, die über ein geheimes Konto in der Schweiz abgewickelt worden und dem Fiskus nicht bekannt gewesen seien, habe Hoeneß zwischen 2003 und 2009 einen Gewinn von "weit über 30 Millionen Euro" erzielt.

Hoeneß hatte Anfang des Jahres beim Finanzamt Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet. Weil die Selbstanzeige nicht vollständig gewesen sein soll, leitete die Staatsanwaltschaft München II Ermittlungen gegen den 62-Jährigen ein. Hoeneß muss sich vom 10. März an vor Gericht verantworten. Für den Prozess sind vier Tage angesetzt.

Außer bei den Geschäften über das Schweizer Konto soll Hoeneß auch in Deutschland in großem Stil Geld investiert haben. Bei legalen Finanzgeschäften habe der Präsident des FC Bayern München im vergangenen Jahrzehnt Verluste von 119 Millionen Euro verbucht, berichtet die Zeitung. Diese Geschäfte hätten aber nichts mit dem Schweizer Konto und dem Steuerstrafverfahren zu tun.

cte/AFP