Strategieausbau Telekom kauft angeblich Debis

Die Deutsche Telekom hat den Wettlauf um die DaimlerChrysler Tochter offenbar gewonnen. Der Hauptanteil des Systemhauses soll für knapp zwölf Milliarden Mark an den Bonner Telefonriesen gehen.


Hat Siemens in Sachen Debis angeblich ausgestochen: Ron Sommer
REUTERS

Hat Siemens in Sachen Debis angeblich ausgestochen: Ron Sommer

Frankfurt am Main - Noch in diesem Jahr erhalte die Telekom einen 51-Prozent-Anteil an der Debis und ihren Auslandstöchtern, meldet "Focus". Die restlichen Anteile gingen aus steuerlichen Gründen erst im Jahr 2001 an die Bonner. Der Aufsichtsrat von DaimlerChrysler wolle am Montag in Stuttgart zusammenkommen, um über den Verkauf zu beraten. Die "Börsen-Zeitung" erfuhr, dass die Telekom anscheinend bereit ist, mehr als der Mitbieter Siemens zu zahlen, obwohl dieser zuvor noch sein Angebot aufgestockt haben soll.

Telekom-Sprecher Ulrich Lissek wollte die Berichte nicht kommentieren. "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht". Er lehnte ebenso eine Stellungnahme zu Berichten ab, dass das Unternehmen auch den amerikanischen Informationstechnologie-Dienstleister Unisys kaufen wolle, mit dem sie bereits kooperiert.

Telekom-Chef Ron Sommer wolle mit den Zukäufen seine Vier-Säulen-Strategie aus Telefondienst, Mobilfunk, Internet und Systemgeschäft vorantreiben, heißt es in dem Artikel. In zwei Jahren werde Sommer dann Teile der Systemsparte an die Börse bringen.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.