Streikfolgen Boeing verschiebt Auslieferung aller Flugzeuge

Es wird wohl noch ein paar Wochen länger dauern, bis Boeing-Kunden ihre bestellten Flugzeuge erhalten: Wegen des Mechanikerstreiks wird der Konzern alle Maschinen erst zehn Wochen später als geplant ausliefern.


New York - Boeing-Kunden müssen warten: Der US-Flugzeugbauer muss einem Zeitungsbericht zufolge seinen kompletten Fertigungsplan überarbeiten und verschiebt die Auslieferung von mehr als 3700 Jets noch einmal um bis zu zehn Wochen. Das berichtet das "Wall Street Journal und beruft sich auf Konzernkreise. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Boeing-Dreamliner: Streik legte die Produktion lahm
AFP

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Als Grund dafür nannte das "Wall Street Journal" am Mittwoch die Folgen des 58 Tage dauernden Mechanikerstreiks. Der Konzern ist ein scharfer Konkurrent des europäischen Flugzeugbauers Airbus.

Seit Anfang November bemühe sich das Boeing-Management, die Fertigung zu beschleunigen, um den Rückstand aufzuholen, berichtete das Blatt. Die Koordinierung zwischen Hunderten Zulieferern und Zehntausenden Beschäftigten könne jedoch mehrere Wochen dauern, schreibt die Zeitung.

Der fast zweimonatige Streik seiner 27.000 Mechaniker hatte Boeing im Herbst um die hundert Millionen US-Dollar pro Tag gekostet. In dieser Zeit konnten keine Flugzeuge gebaut werden. Zuletzt dauerte ein Streik bei Boeing 1995 mit 69 Tagen noch länger als die vor kurzem beendete Arbeitsniederlegung.

cvk/dpa-AFX/Reuters



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