Streit um Videoüberwachung Burger King feuert zwei Mitarbeiter

Ärger nach der Betriebsratswahl: Ein Streit zwischen Mitarbeitern und Management von Burger King spitzt sich zu. Die Fastfood-Kette soll eine Betriebsratswahl auf Video aufgezeichnet haben - zwei Wahlvorstände eigneten sich das Band an. Jetzt wurden sie fristlos entlassen.


München - Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben zwei Mitglieder des Wahlvorstandes am Donnerstagabend von Burger King die fristlose Kündigung erhalten. Darüber hinaus sei ein Hausverbot ausgesprochen worden. Die Gewerkschaft kündigte m Freitag an, dagegen per Einstweiliger Verfügung vorgehen zu wollen.

Bei dem Streit geht es laut NGG um die geplante Betriebsratswahl für elf Restaurants und die Europa-Zentrale des Konzerns in München. Die Gewerkschaft wirft Burger King vor, die Wahl zu behindern.

Das Unternehmen weist den Vorwurf zurück und macht stattdessen "erhebliche formale Mängel" geltend. So hätten sich unter anderem nicht wahlberechtigten Mitarbeitern an der Wahl beteiligt.

Streit gibt es auch über die Aufzeichnung einer Wahlversammlung in einer Münchner Restaurantfiliale Ende April. Burger King begründete die Kündigungen am Freitag in einer Mitteilung damit, die Mitarbeiter hätten sich die Videoaufzeichnungen der Münchner Betriebsversammlung zur Bestellung des Wahlvorstandes unrechtmäßig angeeignet. Einzelne Bilder seien ohne Zustimmung der an der Versammlung teilnehmenden Personen von der NGG veröffentlicht worden. Gesprächstermine zur Klärung seien von den Mitarbeitern nicht wahrgenommen beziehungsweise abgebrochen worden. Dadurch sei das Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeitern zerstört.

kaz/dpa-AFX



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