Energiepreise Bundesregierung verhandelt Hilfen für Stadtwerke

Die steigenden Strom- und Gaspreise bringen die regionalen Versorger ins Straucheln. Die Bundesregierung schnürt bereits am nächsten Hilfspaket.
Wirtschaftsminister Habeck: Gespräche im Anfangsstadium

Wirtschaftsminister Habeck: Gespräche im Anfangsstadium

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Regionalversorger und Stadtwerke stehen angesichts der explodierenden Energiekosten unter Druck. Insidern zufolge prüft die Bundesregierung mögliche Hilfsmaßnahmen. Diese benötigten Unterstützung in Höhe einer zweistelligen Milliardensumme, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Summe könne höher ausfallen als die 29 Milliarden Euro, die für die Rettung des angeschlagenen Energiekonzerns Uniper aufgebracht werden. Die Gespräche zwischen Bund und Ländern befänden sich noch im Anfangsstadium, Entscheidungen gebe es noch nicht.

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, mit den Ländern in Kontakt zu stehen, nannte aber keine Details. Es gehe um Liquiditätshilfen für den Gaseinkauf, so Reuters. Diese seien dringend nötig, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), Ingbert Liebing. »Wir brauchen Liquiditätshilfen für die Stadtwerke, die jetzt zum Zehnfachen der bisher üblichen Preise einkaufen müssen, bevor sie verkaufen können.«

Das stelle viele Stadtwerke vor gewaltige Schwierigkeiten. »Auch deshalb, weil bei den Banken dann teilweise nicht mehr die Finanzierung möglich ist.« Es gehe um einen bis zu mittleren zweistelligen Milliardenbetrag. »Und ob das nun 20, 30 oder 50 Milliarden sind, das ist für mich die zweitrangige Frage.«

pam/Reuters
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