Stromproduktion im Garten Mein Haus, mein Auto, mein Windrad

Windkraftwerke müssen keine Monster sein - mit Mini-Modellen für den Hinterhof kann jetzt jeder selbst Energie erzeugen und Geld verdienen. Erste Stromriesen investieren in den Markt: Sie rüsten sich für einen Boom der Kleinkraftwerke.

Privat-Windanlage: Markt mit großem Wachstumspotential
DDP

Privat-Windanlage: Markt mit großem Wachstumspotential

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München - Wolfgang Zwick ist ein Energiekonsument der Zukunft. Er saugt nicht nur Elektrizität aus der Leitung, er produziert auch welche selbst - und speist sie in die Netze ein. Marketing-Profis nennen Menschen wie Wolfgang Zwick "Prosumenten": Produzenten-Konsumenten.

Der 51-Jährige aus dem ostfriesischen Hesel hat sich eine Windmühle hinters Haus gestellt. Zehn Meter ist sie hoch, unter idealen Bedingungen schafft sie eine Leistung von einem Kilowatt. Dazu kommen zwei kleine Anlagen mit 600 und 150 Watt, die Zwick im Testlauf betreibt. Insgesamt produziert er jährlich mindestens 500 Kilowattstunden Strom.

Und Zwick ist nicht der einzige Prosument in Deutschland: 4000 Windanlagen zwischen einem halben und fünf Kilowatt Leistung drehen sich quer durch in Republik in Gärten und Feldern. Andere Hausbesitzer montieren sich Solarzellen aufs Dach oder lassen sich von Unternehmen wie Lichtblick gasbetriebene Blockheizkraftwerke in den Keller einbauen.

Die Energieproduktion dezentralisiert sich zusehends. Immer mehr Verbraucher erzeugen selbst Energie und verdienen Geld daran - und die Windenergiebranche hofft auf einen Wachstumsmarkt. Bestenfalls könnten Verbraucher im kommenden Jahrzehnt bis zu 700.000 neue Mini-Windanlagen aufstellen, sagt Thomas Endelmann, Sprecher des Bundesverbands Kleinwindanlagen.

Technisch steht dem Mini-Windrad-Boom nichts im Weg. Die Anlagen sind einfach zu installieren, wartungsarm und vergleichsweise leise. Auch die Auswahl ist groß: vom Bastel-Bausatz mit wenigen Dutzend Watt Leistung bis zur 20-Kilowatt-Anlage mit einer Nabenhöhe von 25 Metern gibt es technisch ausgereifte Lösungen zu kaufen.

RWE Innogy spekuliert auf steigende Nachfrage

Die wirtschaftlichen Voraussetzungen sind indes weniger gut. Zurzeit erhalten private Windmüller neun Cent pro Kilowattstunde, die sie in die Netze einspeisen - so viel bekommen auch die Betreiber kommerzieller Windparks. Solarstrom wird dagegen mit bis zu 43 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Die Windbranche hält das für ungerecht, schließlich kosten kleine Windsysteme ungefähr so viel wie kleine Photovoltaik-Anlagen: rund 3000 Euro pro Kilowatt.

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Grafiken: Windenergie in Deutschland
"Momentan ist der Betrieb einer Kleinwindanlage nicht wirtschaftlich", sagt Endelmann. Die Systeme sollten seiner Ansicht nach mit der nächsten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes gesondert gefördert werden, durch einen Investitionszuschuss oder eine erhöhte Einspeisevergütung.

Klein ist bisher auch der Absatzmarkt. Finanziell lohnten sich Mini-Anlagen im Moment nur für Häuser, die weit weg von Stromnetzen stünden, sagt Windmüller Wolfgang Zwick.

Der Energieerzeuger RWE Innogy spekuliert allerdings darauf, dass die Nachfrage rasch steigt. Die Erneuerbare-Energien-Sparte des Konzerns hat sich im Sommer 2008 am britischen Kleinwindanlagen-Hersteller Quiet Revolution beteiligt. Er hat eine fünf Meter hohe Sechs-Kilowatt-Anlage entwickelt, die für die dezentrale Versorgung von Neubaugebieten eingesetzt werden soll - überall dort, wo sich Photovoltaik-Anlagen wegen geringer Sonneneinstrahlung nicht lohnen.

Bürokratische Hemmnisse werden abgebaut

Damit der Absatz der Mini-Windräder steigt, muss sich allerdings auch politisch noch eine Menge tun. Die Auflagen für kleine Windturbinen sind derzeit in weiten Teilen Deutschlands noch ähnlich streng wie für große Anlagen mit einer Nabenhöhe von hundert Metern.

Menschen wie Wolfgang Zwick, die sich ein Windrad in den Garten bauen, müssen unter anderem die Anlagen- und Fundamentstatik prüfen und sich Schatten-, Schall-, Vogel- und mitunter sogar Fledermaus- und Hamstergutachten ausstellen lassen. "So viel Bürokratie schreckt viele Interessenten ab", sagt Michael Heyde, Chef von Heyde Windtechnik.

Hinzu kommen regionale Unterschiede bei den Vorschriften. "Es fehlt an bundesweit einheitlichen Vorgaben, die auf die besonderen Bedingungen beim Betrieb kleiner Windräder zugeschnitten sind", sagt Verbandssprecher Endelmann.

Die Regionalisierung hat allerdings auch Vorteile. Bundesländer, die die Mini-Windräder fördern wollen, können schnell reagieren. So ist es in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und dem Saarland mittlerweile erlaubt, Windräder mit einer Höhe bis zu zehn Metern ohne Genehmigung zu errichten - sofern die Anlage innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche installiert wird und die Nachbarn nicht stört. Auch Schleswig-Holstein arbeitet zurzeit an einem Erlass, der das Aufstellen der kleinen Windräder deutlich vereinfachen soll.

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AndyH 20.08.2009
1.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Kohle ist in Unmengen vorhanden. Alleine die deutschen Braunkohlereviere haben so viel Energiegehalt wie Iraks Ölfelder zusammen. Steinkohle gibt es in Osteuropa, Asien, Australien und Amerika en mass, oft als Tagebau. Öl ist nicht verschwunden. Als Öl gegen 150$ hochspekuliert wurde, fand man in kurzen Abständen neue Lagerstätte. Inzwischen nicht mehr weil wieder spottbillig, also nicht lohnt zu suchen. Die Lager sind randvoll, die Tankschiffe dümpeln als Lager auf hohe See. Gas gibt es mehr als Öl, selbst Norwegen fand neue gigantische gasvorkommen. Russland und Mittelasien hat bald 3 Pipelines nach Westeuropa und Katar kaufte sich eine Flotte Flüssiggastanker zusammen. Methan gibt es als Methanhydrate in unglaublichen Mengen an allen Küsten. Ausreichend für Jahrhunderte. Japan und USA basteln schon am industriellen Gewinnung. Uran und Thorium gibt es ebensfalls für Jahrhunderte. Bislang verbrennt man die Reste des kalten Krieges, was die Preise drückt und sogar gut laufende Minen zur Schliessung zwingt. Strompreis ist nahezu unabhängig vom Uranpreis, deshalb sind Kernkraftwerke langfristig preisstabilisierend. Neue Reaktortypen wie EPR und THTR sowie die Versuche mittels Transmutation zeigen, dass auch in 100-300 Jahren noch genug Energie erzeugt werden kann. Dagegen Biomist wie Hühnerfeder in Energieträger zu verarbeiten ist ziemlich aussichtslos. Einerseits ist es aufwändig und teuer, andereseits mikrige Mengen. Die Bioenergie Thema ist auch sehr leise geworden, nach den Hungeraufständen 2008 und auch die Zwangsbeimischungsunfug hat sich auch relativiert. Alle "alternativen" Energien werden Subventioniert, sind damit wirtschaftsschädlich und nur als ideologische Feigenblattt tauglich.
bluaMauritius, 20.08.2009
2.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Seit über 250 Jahren gibt es den Hydraulischen Widder der Gebr. Montgolfiers. Seit 1920 gibt es das UK patent specification für Gaetano Sallusto's Kurzdruck-Wasserkraftwerk mit Kolbenzylindermaschine, daraus ist später auch Gravitations-Resonator entstanden. Es geht darum, dahs eine Kraft (z.B. hydrostatische Kraft) auch wenn nur kurzzeitig präsent, wegen ihres Vektors und ihrer Gröhsse (zB. bedingt durch Steigleitungshöhe und mit Druck beaufschlagte Fläche) dennoch - wie auch andere kurzzeitig wirkenden Kräfte auf anderen Gebieten - eine Bewegung einer berührten Masse bewirkt, wenn diese nachgeben kann (z.B. zum Antrieb eines der Kraft entsprechenden Schwungrades über Kolben, Kolbenstange, Pleuel und Kurbel), -oder ob dies unmöglich sei, weil so ein Kolben (s.o.) nicht 1 cm weit komme. Meinung eines Schamanen, der sofort auf die Linie der Kraftwirkungsleugner eingeschwenkt war (bei SPIEGEL, der neuerdings auch festlegt, was zu erforschen sei und was nicht?? und der eine sachliche] Antwort an alida80 nicht mehr freigab, den Strang einfach abschloss). Man staune: Zitat alida80: --> " Ich bewundere die Geduld, welche viele hier bisher an den Tag gelegt haben. Sie sehen, wozu es geführt hat? Ich hatte einen solchen "Erfinder" in meiner Familie. Interessanterweise hat mich das bewogen, Physik zu studieren. Ein bisschen ist hängen geblieben, denn schon seit meinem Studium sammele ich diese Art von Erfindungen, mache saubere technische Zeichnungen und lesbare Beschreibungen daraus. Irgendwann werde ich auch mal ein Buch darüber schreiben; .... Sie können hier nicht argumentieren, das haben sie alle inzwischen sicher gemerkt. Was sie hier sehen, ist so eine Art Fundamentalismus, der genau einen Lehrsatz kennt: "Wer das Gleiche sagt wie ich ist ein Experte, jeder andere hat mich nicht verstanden (weswegen die Beschreibung der Erfindung ad nauseam wiederholt wird), ist dumm und/oder von meinen Gegnern bezahlt". Mit dieser Art Fundamentalismus kann man nicht diskutieren. Einer von Ihnen hat es mit paradoxer Intervention versucht. Das soll manchmal bei Fundamentalisten klappen, aber hier beißen sie auf Granit. In der Tat finden sich bei diesen Erfindern immer wieder die gleichen Denkfehler: Kraft wird mit Arbeit verwechselt, es existiert ein allenfalls schwurbeliger Energiebegriff, Maßeinheiten und Begriffsdefinitionen werden durcheinander geworfen. Kurz gesagt: die physikalischen Begrifflichkeiten werden nicht verstanden. Einige Beispiele haben sie hier schon gesehen (...) " Zitat Ende.
Roller, 20.08.2009
3.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
Unser großes Problem ist das 50 Hz Hochspannungsnetz. Elektrizität ist nicht für große Energietransporte geeignet. Dafür ist das hier zigmal besser geeignet:http://www.subbrit.org.uk/sb-sites/sites/h/hydraulic_power_in_london/ Das hat früher in London funktioniert und würde auch heute noch sehr gut in Deutschland funktionieren, zumal der dafür erforderliche Druck kostenlos vorhanden ist. Fuer grosse Leistungen ist es nach wie vor viel! besser, die Energie mit Rohrleitungen als mit elektrischen Kabeln zu uebetragen. Das kommt daher,weil bei einer Rohrleitung das Verhaeltnis von Reibungsflaeche zur uebertragenen Leistung immer kleiner wird mit steigendem Rohrdurchmesser. Bei einem Elektrokabel bleibt dieses Verhaeltnis fast bei jedem Kabeldurchmesser konstant. Es ist daher viel besser kleine Leistungen elektrisch zu uebertragen und grosse Leistungen hydraulisch. Nehmen wir einmal an, wir haetten zwei gleichlange Kabel, eines mit dem halben Durchmesser des anderen und schalten diese in Reihe . Legen wir jetzt eine spannung an, stellt sich ein Spannungsteiler von 1:4 ein, da das duennere Kabel den vierfachen Widerstand hat. Es entstehen in diesem Falle ca. 20% Verluste. Uebertragen wir diesen Fall auf eine Rohrleitung, dann stellt sich jedoch ein Druckteiler von 1:40 ein, da ein Rohr mit doppeltem Durchmesser vierzigmal besser leitet. Es entstehen dann nur noch ca 2,5% Verluste. Das zeigt, dass bei groesseren Durchmessern ein Rohrleitungsnetz mindestens 10 mal stabiler als ein Kabelnetz ist. Bei kleineren Durchmessern ist jedoch das Kabel dem Rohr schnell um ein vielfaches ueberlegen. Der Leitwert des Rohres aendert sich mit d^5,33 und der Leitwert des Kabels aendert sich mit d^2/4 . Hieraus kann man ersehen, dass bei d=1 ist das Rohr jedoch dem Elektrokabel sehr schnell um ein Vielfaches ueberlegen. Wuerde man jetzt bundes -oder europaweit statt des Hochspannungsnetzes ein Hochdruckwassernetz aufbauen, haette man folgende Vorteile.: -ein fast betriebskostenloser Betrieb, ohne CO2 Erzeugung, da der Betriebsdruck in hochgelegenen Staudaemmen kostenlos zur Verfuegung steht. -Vervielfachung des bisherigen Ertrages aus Wasserkraft durch den Hoehengewinn des Drucknetzes. -hydraulische Windräder können Windenergie mit hohem Wirkungsgrad, mit minimalem Aufwand an jeder Stelle in das Drucknetz einspeisen und damit Windenergie grundlastfähig machen. - Da die Energie nicht mehr mit 50 Hz Takt in das Netz eingespeist werden muss, kann der Ertrag aus Windkraft mit hydraulischen Windraedern durch Auslassung des elektrischen Weges mehr als verdoppelt werden. - Hochspannungsleitungen reichen nur bis max. ca. 500km, Rohrleitungen haben jedoch kein Leistungs- und kein Enfernungslimit. - die Verluste im Rohrnetz gehen gegen Null im Vergleich zum Elektrokabel. -keine Verschandelung der Landschaft mit Hochspannungsmasten -dezentrale Energieversorgung zerstört die Monopolstellung der EVU. -das Trinkwasserproblem wird nebenbei gelöst. Obwohl hier durchweg alle die technische Diskussion ablehnen, ("Da wär schon längst jemand drauf gekommen", "Wie oft soll man es denn noch widerlegen?" ) hoffe ich doch endlich mal konkret auf technisch- physikalischer Ebene widerlegt zu werden. Gruß Roller
medienquadrat, 20.08.2009
4.
Zitat von sysopSchwindende Ressourcen, steigende Preise: Die Frage nach den Energie der Zukunft wird drängender. Welche Ideen sind für Sie zukunftsfähig und Erfolg versprechend?
kommt mir vor, wie der lungenkranke Kettenraucher, der auf Mentholzigaretten umsteigt und als Krönung seines wiedererweckten Gesundheitswahns auch noch eine Zigarettenspitze benutzt!
Edgar, 20.08.2009
5.
Zehn Prozent dessen, was als EE-Subvention zum Fenster hinaus geworfen wird, in die Fusionsforschung stecken, und in der nächsten Generation steht Energie in unbegrenzten Mengen zur Verfügung.
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