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22. März 2009, 17:55 Uhr

Studie

Krankenstand in deutschen Unternehmen gestiegen

2008 waren Deutschlands Arbeitnehmer im Schnitt einen Vierteltag mehr krankgeschrieben als im Vorjahr. Das ergibt eine neue Studie - ihr zufolge werden psychische Probleme von Beschäftigten zu einem immer größeren Problem.

Die Zahl der Krankmeldungen in deutschen Unternehmen steigt. Ursache sind vor allem psychische Leiden, zeigt nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen eine noch unveröffentlichte Studie der Techniker Krankenkasse (TK).

Im Jahr 2008 waren demnach die Erwerbspersonen durchschnittlich 11,25 Tage krankgeschrieben. Das sind 0,27 Tage mehr als im Jahr zuvor. Durchschnittlich 1,4 Fehltage entfielen dabei allein auf psychische Störungen, der höchste jemals bei Berufstätigen gemessene Wert.

Der TK-Studie zufolge haben Seelenleiden im Jahresvergleich um mehr als acht Prozent zugelegt und sich vor allem bei berufstätigen Frauen zu einem Massenproblem entwickelt. Die absolut häufigste Arbeitnehmerkrankheit allerdings ist der Rückenschmerz - der wiederum mehrheitlich Männer ereilt.

Alexander Neubacher

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