Erneuerbare Energien Sturm "Yulia" bläst Windstrom zu neuem Rekord

Nach Sturmtief "Sabine" bricht nun "Yulia" den Rekord: Am Wochenende war so viel Windstrom im Netz wie nie zuvor.
Regenwolken ziehen über einen Windpark bei Riepe in Niedersachsen (ARCHIVBILD).

Regenwolken ziehen über einen Windpark bei Riepe in Niedersachsen (ARCHIVBILD).

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Ingo Wagner / DPA

Sturmtief "Yulia" ist neue Rekordhalterin bei der Windstromproduktion: Am vergangenen Samstag wurde mit 46,2 Gigawatt in der Spitze so viel Windstrom in das deutsche Stromnetz eingespeist wie nie zuvor. Erreicht wurde dieser Wert zwischen 20.30 Uhr und 20.45 Uhr, wie der Energiekonzern E.on mit Berufung auf die Bundesnetzagentur berichtete.

Der bisherige Rekord stammte vom 15. März 2019 - damals waren es in der Spitze laut Bundesnetzagentur rund 45,5 Gigawatt Windstrom. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden laut dem Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) im Schnitt 18 Gigawatt Windstrom ins Netz eingespeist.

In der vergangenen Woche stammten mehr als 69 Prozent der gesamten Nettostromerzeugung in Deutschland aus erneuerbaren Energien, rechnet ein weiteres Fraunhofer Institut - das für Solare Energiesysteme - vor. Auch das sei ein Rekordwert. Der Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung habe mehr als 55 Prozent betragen.

Auch Sturmtief "Sabine" hatte kürzlich zu sehr hohen Windstrom-Einspeisungen geführt, die starken Böen seien aber für die Netzbetreiber eine große Herausforderung gewesen. Denn die Windräder hätten sich bei zu starken Böen abgeschaltet, sagte ein Sprecher des Betreibers Amprion. Der Wind von "Yulia" war offenbar gleichmäßiger gewesen, weshalb die Windräder sich weniger abgeschaltet und mehr Strom produziert hätten, sagte ein Sprecher von E.on.

caw/dpa
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