Supermarkt-Scheidung Metro trennt sich von 137 Extra-Märkten

Sie kommen im Jahr auf insgesamt eine halbe Milliarde Euro Umsatz, schreiben dabei aber Verluste: Viele seiner Extra-Märkte bereiten dem Mutterkonzern Metro nur Kummer. Jetzt will er fast 120 der Märkte verkaufen und bis zu 20 schließen.


Ungleiche Geschwister: Hinweisschild auf mehrere Metro-Ableger
DPA

Ungleiche Geschwister: Hinweisschild auf mehrere Metro-Ableger

Düsseldorf - Der Löwenanteil solle mit 119 Extra-Standorten an die Rewe-Gruppe gehen, teilte die Metro Chart zeigen mit. Der Verkauf soll zum 1. Januar 2005 wirksam werden. 18 Märkte weitere Märkte würden "verwertet oder geschlossen". Die betroffenen Märkte haben ein Umsatzvolumen von 550 Millionen Euro im Jahr.

Durch die Maßnahmen entstünden dem Konzern im Geschäftsjahr 2004 einmalige Aufwendungen in Höhe eines niedrigen zweistelligen Millionen-Betrages. In der Erwartung des Konzerns einer Ergebnissteigerung von sechs bis zehn Prozent je Aktie seien diese Aufwendungen nicht berücksichtigt.

Konzernchef Hans-Joachim Körber hatte in der Vergangenheit mehrfach bekräftigt, dass Metro sich alle Optionen einschließlich eines Verkaufs für diejenigen Extra-Märkte vorbehalte, die nicht auf Dauer ihre Kapitalkosten erwirtschafteten. In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres hatte sich Metro bereits von 33 Extra-Märkten getrennt.



© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.