Tabaksteuer Rauchen wird teurer

Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte heute für eine Reform der Tabaksteuer. Demnach sollen die Zigarettenpreise im kommenden Jahr um durchschnittlich 10 Cent steigen.
Ein Zigarettenregal (Symbolbild): Rauchen gefährdet auch den Geldbeutel

Ein Zigarettenregal (Symbolbild): Rauchen gefährdet auch den Geldbeutel

Foto: Michael Gstettenbauer / imago images

Die geplante Reform der Tabaksteuer ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Der Finanzausschuss des Bundestags stimmte für eine Gesetzesänderung, nach der sich die Tabaksteuer auf eine Zigarettenpackung im Jahr 2022 um durchschnittlich 10 Cent erhöht. 2023 folgt dann ein weiterer 10-Cent-Sprung, in den Jahren 2025 und 2026 jeweils ein Plus von 15 Cent.

Der zuständige SPD-Berichterstatter Michael Schrodi zeigte sich nach dem Votum zufrieden. »Wenn man die Menschen vom gesundheitsschädlichen Rauchen wegbringen will, sind deutliche Preissignale nötig – die setzen wir jetzt«, sagte der SPD-Politiker.

Im Vergleich zu »neuartigen« Produkten bleibt die Erhöhung bei den krebserregenden Zigaretten aber moderat. Bei E-Zigaretten, Tabakerhitzern und Shisha-Tabak wird deutlich stärker an der Steuerschraube gedreht. Für die fiskalisch nur als Pfeifentabak gewerteten Erhitzer wird eine Sondersteuer erhoben, um sie auf gleicher Höhe zu besteuern wie Tabakzigaretten. Nach Berechnung des Tabakkonzerns »Philip Morris« erhöht sich die Steuerlast dadurch um fast das Vierfache.

Die letzte Tabaksteuererhöhung gab es 2015. Reformkritiker halten den Steueranstieg für zu schwach. Mindestens 10 Prozent seien nötig, um Raucher zum Aufhören zu bewegen oder gar nicht erst anfangen zu lassen, so Katrin Schaller vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Circa jeder vierte Erwachsene greift in Deutschland trotz der hohen Krebsgefahr noch regelmäßig zur Zigarette.

nek/dpa
Mehr lesen über