Zur Ausgabe
Artikel 41 / 133
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

TELEKOMMUNIKATION Talkline prescht vor

Von Jan Kerbusk
aus DER SPIEGEL 43/1997

Mit einem überschaubaren Tarifkonzept eröffnet die Telefonfirma Talkline als erster Wettbewerber der Telekom den Kampf um die Privatkunden im Festnetz. Vom 1. Januar 1998 an berechnet Talkline seinen Kunden tagsüber für innerdeutsche Ferngespräche einheitlich 44 Pfennig pro Minute. Abends und nachts sowie an Sonn- und Feiertagen halbiert sich der Minutenpreis. Dabei verlangt der deutsche Ableger von Tele Danmark, der zur Zeit etwa 430 000 Handybesitzer in Deutschland zu seinen Kunden zählt, weder Anmelde- noch Grundgebühr. Ein Mindestumsatz ist nicht erforderlich. Mit dieser »äußerst transparenten und einfachen Preisstruktur«, so Talkline-Chef Kai-Uwe Ricke, ergeben sich bei Telefongesprächen über eine Entfernung von mehr als 50 Kilometern Einsparungen von 35 bis knapp 40 Prozent gegenüber den zur Zeit geltenden Preisen der Telekom. Bei Auslandsgesprächen unterbietet Talkline die Telekom-Tarife um bis zu 45 Prozent. Einziges Handicap: Der Kunde muß vor der eigentlichen Rufnummer die fünfstellige Netzkennzahl (01050) von Talkline wählen. Nur die so gewählten Ferngespräche werden über Talkline abgerechnet, für alle anderen Telefonate kommt die Rechnung vorerst weiterhin von der Telekom. Für Geschäftskunden will Talkline zusätzliche Mengenrabatte anbieten.

Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 41 / 133
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.