Ende des Steuerrabatts Mineralölwirtschaft rät zu frühzeitigem Tanken

Ab September gilt auf Sprit wieder die reguläre Abgabe. Die Branche befürchtet einen Ansturm auf die Reste der begünstigten Kraftstoffe – und warnt vor den Folgen.
Shell-Tankstelle (Symbolbild): Ab September wird tanken wieder teurer

Shell-Tankstelle (Symbolbild): Ab September wird tanken wieder teurer

Foto: IMAGO/Gottfried Czepluch

Engpässe an den Tankstellen könnten die Folge sein, wenn der Tankrabatt ausläuft – davor warnt die Mineralölwirtschaft. Das Ende der Steuervergünstigung stelle eine »logistische Herausforderung für die Branche« dar, heißt es in einer Mitteilung des Mineralölverbands En2x . Erschwerend kämen das Niedrigwasser auf dem Rhein und die hohe Auslastung bei der Güterbahn hinzu.

Ab September werden wieder rund 65 Cent Steuern je Liter Benzin fällig und nicht mehr 35 Cent. Bei Diesel sind es dann 47 Cent statt aktuell 33 Cent je Liter, erläuterte En2x. Die Tankstellenpreise könnten aber »höher oder niedriger sein«, als die reine Änderung bei der Energiesteuer erwarten lasse – denn gleichzeitig würden weiter die Angebots- und Nachfragebedingungen an den internationalen Märkten für Benzin und Diesel gelten.

Um »lange Schlangen oder gar Versorgungsengpässe« zu vermeiden, riet der Verband Autofahrerinnen und Autofahrer dazu, stets rechtzeitig zu tanken. Da die Autofahrer vor Ende des Tankrabatts voraussichtlich verstärkt die Tankstellen anfahren werden, rechnet en2x der Mitteilung zufolge damit, dass ab dem 1. September nicht mehr viel steuervergünstigtes Benzin und Diesel im Angebot sein wird. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten deshalb »nicht erst mit fast leerem Tank zur Tankstelle fahren«.

ani/AFP

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