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Kostentreiber Mindestlohn Taxifahrten kosten 20 Prozent mehr – und die nächste Tariferhöhung steht schon vor der Tür

Die Kommunen haben die Taxitarife deutlich erhöht – doch nach Meinung von Branchenvertretern sind die Preise noch immer zu niedrig. Den Betrieben setzt neben dem Mindestlohn die Abwanderung von Fahrern zu.
aus DER SPIEGEL 31/2022
Taxi in der Stuttgarter Innenstadt

Taxi in der Stuttgarter Innenstadt

Foto: Arnulf Hettrich / IMAGO

Taxifahren ist in an vielen Orten in Deutschland erheblich teurer geworden. Auslöser für die »Tarifwelle« seien die Erhöhung des Mindestlohns zum 1. Oktober und die Preisentwicklung für Kraftstoffe, sagt der Bundesverband Taxi. Die Steigerungen bewegten sich überwiegend zwischen 12 und 20 Prozent.

Aus: DER SPIEGEL 31/2022

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Trotz der Erhöhungen ist die Lobbyvereinigung unzufrieden: Taxiunternehmer können ihre Fahrpreise nicht frei bestimmen. Die Tarife werden von Kommunen und Kreisen festgelegt. Diese hätten vielerorts das Preisniveau für Kraftstoff nicht »konsequent berücksichtigt« – dabei müsse man davon ausgehen, dass die Benzinpreise nicht kurzfristig sinken würden.

Auch seien die gestiegenen Lebenshaltungskosten unberücksichtigt geblieben. Zudem bezweifelt der Verband, dass die Fahrervergütung zum Mindestlohn künftig ausreicht, »den Fahrbetrieb dauerhaft aufrechtzuerhalten«. Das Taxi­gewerbe konkurriere etwa mit öffentlichen Verkehrsbetrieben, die deutlich mehr als den Mindestlohn bezahlten.

Dies könne bedeuten, dass 2023 erneut über höhere Tarife nachgedacht werden müsse.

mum
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