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MODE Tchibo-Erben stocken bei Escada auf

aus DER SPIEGEL 32/2008

Beim angeschlagenen Münchner Modekonzern Escada zeichnet sich unter den Anteilseignern eine Machtverschiebung ab. Die Tchibo-Erben Wolfgang und Michael Herz sowie ihre Mutter Ingeburg, die im Juni bei Escada eingestiegen waren und ursprünglich einen Anteil von rund 25 Prozent angestrebt hatten, halten mittlerweile knapp 30 Prozent der Wertpapiere. Damit beläuft sich das Investment der Familie Herz beim Modekonzern auf insgesamt rund 75 Millionen Euro. Der Anteil des russischen Escada-Großaktionärs Rustam Aksenenko, der als größter Einzelaktionär bislang knapp 27 Prozent der Aktien hielt, verringert sich demgegenüber auf gut 20 Prozent. Branchenkenner spekulieren bereits über einen mittelfristigen Ausstieg des Russen, der bei Escada in der Vergangenheit durch sprunghafte Aktionen für Unruhe sorgte. Die Beteiligung von Escada-Gründer Wolfgang Ley, der bislang noch rund 10 Prozent des von ihm bis Ende 2005 geführten Unternehmens hielt, rutscht nach den jüngsten Transaktionen auf nur noch rund 5 Prozent. Dem neuen Escada-Chef Bruno Sälzer, der das Modeunternehmen sanieren soll, dürfte das stärkere Engagement der mit ihm vertrauten Familie Herz Rückhalt bieten.

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