Teilverkauf der HHLA Hamburg bringt seinen Hafen an die Börse

Das monatelange Tauziehen hat ein Ende: Hamburg wird seinen stadteigenen Hafenbetrieb HHLA an die Börse bringen. Der Verkauf an einen strategischen Investor ist damit vom Tisch.


Hamburg - Monatelang war umstritten, in welcher Form die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) teilprivatisiert werden soll. Als aussichtsreiche Interessenten galten unter anderem die Deutsche Bahn und der arabische Hafenbetreiber Dubai Ports. Zuletzt waren aber nur noch die australische Macquarie-Bank und der deutsche Baukonzern Hochtief im Rennen.

Doch auch diese Kandidaten werden nun nicht zum Zuge kommen. Stattdessen soll die HHLA an die Börse gebracht werden, bestätigte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU). Dafür habe sich der Senat entschieden. 30 Prozent des Unternehmens sollen demnach als Stammaktien an die Börse gebracht werden. Das parallel laufende Bieterverfahren sei gestoppt worden.

"Die Belegschaft wird zufrieden sein", sagte Betriebsratschef Arno Münster dem NDR. Die Beschäftigten hatten den vom Senat geplanten Verkauf an einen Investor abgelehnt und mit einem Bummelstreik gedroht. Die Hansestadt hatte bisher sogar bis zu 49,9 Prozent der HHLA-Anteile zur Disposition gestellt.

wal/dpa/AP



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