Telekom- Aufsichtsratschef "Wir wollen keine heile Welt vortäuschen"

"Es gibt bei der Telekom zurzeit keine Krise" - mit diesen Worten hat Telekom-Aufsichtsratschef Hans-Dietrich Winkhaus sein Schweigen gebrochen. In seinem ersten Interview seit Beginn der Krise stellte er sich hinter Vorstandschef Ron Sommer.


Hans-Dietrich Winkhaus
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Hans-Dietrich Winkhaus

Hamburg - Winkhaus holte im Interview mit manager-magazin.de zum Rundumschlag aus. Er wies jedes Gerücht zurück, das derzeit über die Telekom im Umlauf ist. Gleichzeitig sprach er Ron Sommer sein "volles Vertrauen" aus. Der Aufsichtsratschef stritt ab, dass es eine Palastrevolution gegen Sommer gebe: "Es existiert keine interne Opposition." Auch Technikvorstand Gerd Tenzer stehe nicht als Nachfolger Sommers zur Debatte.

Zur Krise der Telekom erklärte Winkhaus: "Es gibt bei der Telekom zurzeit keine Krise." Man nehme die "Herausforderungen" aber ernst: "Wir wollen keine heile Welt vortäuschen." Winkhaus bedauerte die Kursentwicklung der T-Aktie. Er kündigte an, für eine Korrektur zu kämpfen.

Der Aufsichtsratschef ist selbst nicht unumstritten. Beobachter halten ihn für zu schwach, um ein Gegengewicht zu Ron Sommer zu bilden.



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