Telekom-Austria-Verkauf Ron Sommer hat Interesse

Die teilstaatliche Telekom Austria soll bis Ende 2002 vollständig verkauft werden. Die Deutsche Telekom hat schon Interesse angemeldet - allerdings nur für das Festnetz der Österreicher.


Telekom-Chef Sommer: Die Österreicher könnten eine Figur in seinem Expansions-Schachspiel sein
REUTERS

Telekom-Chef Sommer: Die Österreicher könnten eine Figur in seinem Expansions-Schachspiel sein

Wien - Branchenkenner schätzen den Wert allein dieser Unternehmenssparte auf rund zwei Milliarden Euro. Andere Investorengruppen wollen den österreichischen Telefon-Riesen komplett kaufen. Als Gesamtpreis ist ein Betrag von rund fünf Milliarden Euro im Gespräch.

Wer letztlich den Zuschlag erhält, ist zurzeit noch nicht abzusehen. Denn die Interessenlage der beiden Großaktionäre wird als unterschiedlich dargestellt. 47,8 Prozent der Telekom-Austria-Anteile sind derzeit im Besitz der Staatsholding ÖIAG, in der alle staatlichen Anteile gebündelt sind. Knapp 30 Prozent gehören der Telecom Italia. Allerdings können die Italiener darüber ohne Zustimmung der ÖIAG nicht verfügen. Auch unter einem anderen Aspekt sind die Italiener in der schwächeren Position: Sie stehen unter erheblichem Verkaufsdruck, weil sie Schulden abbauen müssen.

Die börsennotierte Telekom Austria ist der größte Festnetzanbieter in Österreich. Sie ist gleichzeitig Mehrheitseigentümer der Marktführer für Mobilfunk (mobilkom Austria) und unter den Internet-Anbietern (Jet2Web). Die Aktien des Unternehmens legten nach den Verkaufsspekulationen um rund 5,5 Prozent zu und lagen erstmals seit der Börseneinführung von knapp anderthalb Jahren über 9,0 Euro.



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