Telekom Weitere Arbeitsplätze gefährdet

Laut "Bild"-Zeitung will die Telekom bis zum Jahr 2010 weitere 23.000 Arbeitsplätze streichen. Damit würden in den nächsten vier Jahren insgesamt 55.000 Stellen wegfallen. Der Konzern bestreitet allerdings entsprechende Beschlüsse.


Hamburg - Die Deutsche Telekom prüft den Abbau von weiteren 23.000 Arbeitsplätzen in Deutschland bis 2010. Wie die "Bild"-Zeitung in ihrer Samstagausgabe unter Berufung auf ein internes Vorstands-Papier berichtete, würden auf diese Weise zusammen mit der bereits beschlossenen Streichung von 32.000 Stellen bis 2008 insgesamt 55.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Diesen Bericht wies der Konzern am Samstag allerdings als Spekulation zurück. "Mir liegen keine Zahlen in der genannten Größenordnung vor", sagte Sprecher Stephan Broszio. Derartige Beschlüsse gebe es nicht und werde es nicht geben.

In dem Papier des Konzerns gingen die Überlegungen zum Personalabbau noch weiter, schrieb das Blatt. Angesichts des Wettbewerbs könne der Konzern nur noch rund 93.000 Menschen in Deutschland wettbewerbsfähig beschäftigen. Von den derzeit 167.000 Vollzeitstellen in Deutschland müssten demnach bis zu 75.000 abgebaut werden. In dem Papier würden die Probleme deutlich benannt.

Der Konzern liege bei den Kosten noch deutlich hinter dem Wettbewerb. Ein Grund seien Produktivitätsnachteile von 50 bis 70 Prozent gegenüber dem Markt. Telekom-Sprecher Ulrich Lissek sagte der Zeitung: "Wir haben immer gesagt, dass wir vor dem Hintergrund des regulatorischen Umfeldes und des technologischen Wandels einen weiteren Stellenabbau auch nach 2008 nicht ausschließen können."

cpa/ddp



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