Telekomausrüster Alcatel und Lucent planen Mega-Fusion

Vor fünf Jahren haben die französische Alcatel und der US-Konkurrent Lucent schon einmal über ein Zusammengehen gesprochen - allerdings ohne Ergebnis. Jetzt gibt es eine Neuauflage: Die milliardenschweren Telekomausrüster reden wieder über eine Fusion.


Paris/Amsterdam - Die Unternehmen aus Frankreich und den USA streben nun eine "Fusion unter Gleichen" an, wie beide Firmen heute erklärten. Bei einem Zusammenschluss würde ein Konzern mit einem Umsatz von 21 Milliarden Dollar entstehen. Der neue IT-Gigant wäre größer als der US-Konkurrent Cisco Systems.

Bereits 2001 sprachen die Konzerne über eine Fusion. Damals scheitere der Deal am Widerstand von Lucent. Es gebe keine Gewissheit, dass eine Einigung erzielt werde, teilten Alcatel und Lucent nun mit. Sollte es aber dazu kommen, würde die Marktkapitalisierung der Firmen zu Grunde gelegt. Damit deutet sich an, dass es keine Aufschläge auf die Aktienkurse geben wird. So lange keine Einigung erreicht sei, würden keine weiteren Details bekannt gegeben, hieß es.

Marktbeobachter äußerten sich unterschiedlich zu dem Vorhaben. Einige sahen ein Zusammengehen als nötigen Schritt zur weiteren Konsolidierung der Telekommunikationsbranche. Viele zweifelten aber an der Vorstellung, dass eine Fusion unter Gleichen möglich sein soll. "Es wird niemals eine Fusion unter Gleichen sein. Alcatel ist sogar noch stärker als vor fünf Jahren, und sie haben sehr viel mehr Potenzial als Lucent", sagte ein Finanzberater.

suc/Reuters



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