Terrorspuren Al-Qaida schmuggelt Goldschatz in den Sudan

Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge von 11. September, Osama Bin Laden, zieht sich offenbar wieder in den Sudan zurück. US-Ermittler vermuten, dass seine Organisation al-Qaida größere Goldbestände von Pakistan in das afrikanische Land geschleust hat.


Aufmarschgebiet für al-Qaida-Kämpfer: Sudan
AP

Aufmarschgebiet für al-Qaida-Kämpfer: Sudan

Washington - Wie die "Washington Post" unter Berufung auf verschiedene Ermittler berichtet, wurde das Gold mit Booten von der pakistanischen Hafenstadt Karatschi in den Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate und von dort mit Chartermaschinen in den Sudan transportiert. Wieviel Gold in den afrikanischen Staat geschleust wurde, blieb unklar. Es handele sich aber um Mengen, die zeigten, dass al-Qaida und die Taliban noch immer über beträchtliche Finanzmittel verfügten.

Der Sudan sei vermutlich als Zielland ausgewählt worden, weil al-Qaida-Chef Bin Laden und andere seiner Verbündeten Sudan kennten und dort Geschäftskontakte unterhielten. Bin Laden hatte von 1991 bis 1996 in Sudan gelebt, bevor er seine Aktivitäten nach Afghanistan verlagerte. Dort betrieb al-Qaida über Jahre hinweg zahlreiche paramilitärische Ausbildungslager. Der in Saudi-Arabien geborene Extremist hatte in Afghanistan die radikal-islamische Taliban-Bewegung unterstützt, die Ende 2001 in Folge des von den USA geführten Feldzugs gegen den Terror von der Macht vertrieben worden war.

In einem Entwurf einer Uno-Expertenkommission heiße es, dass die Strukturen der al-Qaida noch weitgehend intakt seien und die Gruppe Zugang zu Dollarbeträgen in zweistelliger Millionenhöhe habe, berichtet das Blatt weiter. Nach den Anschlägen vom 11. September waren im Zuge von Anti-Terrormaßnahmen in vielen Staaten Bankkonten von mutmaßlichen Finanziers der al-Qaida gesperrt worden.

Ein Sprecher der sudanesischen Botschaft in Washington wurde von der "Washington Post" mit den Worten zitiert, sein Land habe keine offiziellen Informationen über Goldtransporte erhalten. Keinesfalls würden solche Transporte mit Wissen der Regierung erfolgen.



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