Supermarktkette Tesco Weihnachtswerbespot bringt Impfgegner auf die Palme

Wie weit die Radikalisierung von Impfgegnern vorangeschritten ist, zeigt die Reaktion auf einen Werbespot in Großbritannien. Ein Weihnachtsmann hält darin seinen Impfausweis ins Bild.

In Großbritannien hat die Einzelhandelskette Tesco mit einem Werbespot eine Protestwelle losgetreten. In dem kurzen Film ist neben allerlei schrulligen Details auch ein Weihnachtsmann zu sehen, der ein Impfzertifikat hochhält. Prompt fühlten sich zahlreiche Impfgegnerinnen und -gegner »genötigt« und »diskriminiert« – 1500 von ihnen reichten daraufhin Beschwerde bei der Werbeaufsichtsbehörde ein.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von YouTube, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In einer Szene des Clips mit dem Titel »This Christmas, Nothing's Stopping Us« (»Dieses Weihnachten hält uns nichts auf«) wartet ein Reporter im Fernsehen mit einer Eilmeldung auf, dass »der Weihnachtsmann unter Quarantäne gestellt werden könnte«. Der aber legt an der Grenzkontrolle seinen Covid-Pass vor und kann ungehindert passieren. Die Nachricht dahinter: Wer geimpft ist, kann ohne Einschränkungen in das Land einreisen.

Die empfindlichen Seelen der Impfgegner leiden deswegen anscheinend Höllenqualen. Sie äußerten die Befürchtung, dass der Werbespot medizinische Diskriminierung fördere. Aktivisten riefen in den sozialen Medien unter dem Hashtag #BoycottTesco dazu auf, das Unternehmen zukünftig zu meiden.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Andere Onlinenutzer wiederum loben die Kette für die Werbekampagne. So witzelte etwa ein Twitter-User: »Ich gehe jetzt zu Tesco, in der Gewissheit, dass alle Impfgegner beschlossen haben, Tesco zu boykottieren. Danke, dass Sie Ihren Teil dazu beitragen, dass wir alle sicher sind. Bleiben Sie zu Hause.«

mik
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.